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Der AlteZum 150. Geburtstag des 1. Bundeskanzlers Konrad Adenauer
05.01.1876: In Köln wird Konrad Adenauer geboren. Er wächst als drittes von fünf Kindern in wirtschaftlich bescheidenen Verhältnissen auf. Das Bett muss er sich mit einem Bruder teilen. Oft ist er krank. Als Kind leidet er an einer Knochenkrankheit und als Jugendlicher an Tuberkulose. Trotz Armut gelingt es der Familie, ihm den Gymnasiumbesuch und ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaft zu finanzieren. Er schlägt zunächst eine juristische Laufbahn ein, engagiert sich dann aber in der Kommunalpolitik. Während des 1. Weltkriegs ist Adenauer für die Versorgung der Kölner Stadtbevölkerung mit Lebensmitteln zuständig, die aufgrund der britischen Seeblockade immer schwieriger wird. Für fehlende Grundnahrungsmittel führt er erfolgreich Ersatzprodukte ein. 1917 wird er mit 41 Jahren zum bis dahin jüngsten Oberbürgermeister der Stadt Köln gewählt. Als die Zentrumspartei 1933 die Kommunalwahlen verliert, geht Adenauer mit reduzierter Pension in den Ruhestand. Nach dem 2. Weltkrieg wird er von der US-Militärregierung wieder zum Kölner Oberbürgermeister ernannt und tritt der CDU bei. 1948 wird er zur Ausarbeitung des Grundgesetzes Präsident des Parlamentarischen Rates. Im Jahr darauf wird Konrad Adenauer mit 73 Jahren mit absoluter Mehrheit (54,9 %) in den 1. Deutschen Bundestag gewählt und dann zum 1. Bundeskanzler. Mit Ludwig Erhard als Wirtschaftsminister führt er die soziale Marktwirtschaft ein, und die Bundesrepublik wird zu einem wirtschaftlich stabilen Staat. International führt er sie zur Aussöhnung mit Frankreich und Israel und in das westliche Verteidigungsbündnis (NATO). In den 60er-Jahren hat er in der eigenen Partei immer weniger Rückhalt. 1963 tritt er vom Amt des Bundeskanzlers zurück (15.10.1963). Am 19.04.1967 stirbt Konrad Adenauer im Alter von 91 Jahren in Bad Honnef. Vier Tage lang nehmen 200.000 Menschen im Kölner Dom an seinem Sarg Abschied und Politiker aus aller Welt erweisen ihm die letzte Ehre. * * * Bis ins hohe Alter hat Konrad Adenauer politisch sehr viel bewegt, aber der Abschied aus der Politik fiel ihm schwer. Nach dem Scheitern einer europäischen Verteidigungsgemeinschaft sagte er: Mein Gott, ich weiß tatsächlich nicht, was meine Nachfolger tun werden, wenn sie sich selbst überlassen sind" (Adenauer 1954). Da hätte er vom Gottvertrauen des König Davids von Israel lernen können. Er sagte: Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohl machen. (Psalm 37, 5) Autor: Uwe Schütz Das Kalenderblatt
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