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HerausforderungVor 40 Jahren: Kurz nach ihrem Start explodiert die US-Raumfähre Challenger
28.01.1986: Die US-Raumfähre Challenger (Herausforderer) startet zu ihrem 10. Flug. In 12 km Höhe über dem Kennedy Space Center (73 Sekunden nach dem Start der Mission STS-51-L) gibt es eine gewaltige Explosion. Die 7-köpfige Crew kommt dabei ums Leben. Es ist das bis dahin schwerste Unglück in der Geschichte der US-Raumfahrt, und der Schock sitzt tief. Als Unglücksursache stellt sich ein Dichtring an einer der beiden Feststoffraketen heraus, der durch Außentemperaturen unter 0°C seine Elastizität verlor. Die dadurch seitlich austretenden Verbrennungsgase zerstörten eine Halterung der Feststoffrakete, die dann den riesigen Wasserstofftank zum Explodieren brachte. * * * Besonders tragisch ist, dass man die Katastrophe hätte verhindern können, denn das Sicherheitsproblem war bekannt. Doch sowohl Herstellerfirma der Feststoffraketen als auch die NASA standen so unter Druck, dass sie sich gegen eine weitere Startverschiebung entschieden. (Dreimal war der Start wegen Wetterproblemen und kleinen technischen Defekten abgebrochen worden.) Richard P. Feynman, Physiker, Nobelpreisträger und prominentes Mitglied der Untersuchungskommission, beklagte außerdem mangelhafte Kommunikation in den Zulieferfirmen und dass Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter oft abgewiesen würden (Filmtipp: Challenger - Ein Mann kämpft für die Wahrheit). Der Ingenieur, der vergeblich vor einer Katastrophe warnte, war seitdem als Whistleblower, als Nestbeschmutzer, verschrien. Er verließ die Firma und wurde zum beliebten Gastredner an US-amerikanischen Universitäten über Ethik am Arbeitsplatz. Am Space-Shuttle-System wurden nach der Challenger-Katastrophe über 2.000 Änderungen ausgeführt. Warum muss es eigentlich so oft erst Opfer geben, bevor wir zu unpopulären oder kostenintensiven Maßnahmen bereit sind? Autor: Uwe Schütz Das Kalenderblatt
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Wichtigste Quelle: wikipedia.de (externer Link direkt in den entsprechenden Absatz) |
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