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Bosch-Geist
Zum 165. Geburtstag von Robert Bosch23.09.1861: In Albeck bei Ulm wird Robert Bosch als elftes von zwölf Kindern eines Großbauern geboren. Nach dem Realschulabschluss macht er eine Mechanikerlehre. Wichtige Erkenntnisse für sein Leben sammelt er in seinen "Wanderjahren" durch Betriebe in England und den USA. 1886 gründet Robert Bosch in Stuttgart die "Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik". Nach einigen Rückschlägen gelingt es ihm mit seinen schwäbischen Tüftlern, technische Erfindungen zu perfektionieren. Bereits vor der Jahrhundertwende kann Bosch seine Geschäfte vor allem mit seiner Magnetzündung für die noch junge Automobiltechnik auch auf das Ausland ausdehnen. Von Anfang an ist er davon überzeugt, dass nur der ausgeruhte und gesunde Arbeiter qualitativ gute Arbeit leisten kann. Als die Produktivität steigt, führt er 1906 als eines der ersten deutschen Unternehmen den 8-Stunden-Arbeitstag ein. Weil er sich um seine Mitarbeiter kümmert und sie leistungsgerecht bezahlt, schmäht man ihn als den "roten Bosch". Aber von den Theorien eines Karl Marx hält er nichts. Als Robert Bosch 1942 im Alter von 80 Jahren stirbt, äußert er in seinem Testament, es sei ihm ein Herzenwunsch, dass die Unabhängigkeit der Robert Bosch GmbH über möglichst viele Generationen gewahrt wird. * * * Bis heute lebt der legendäre "Bosch-Geist" im Unternehmen weiter: Ausgeschüttete Gewinne fließen größtenteils in Bosch-Stiftungen, von denen junge Künstler und Wissenschaftler profitieren. Den größten Teil der Gewinne steckt die Bosch-Gruppe nach wie vor wieder in ihre Unternehmen. Sie kommt damit auch bei hohen Investitionen in neue Technologien ohne teure Bankkredite aus. Und so blieb das Unternehmen von Fondmanagern und Finanzkrise verschont. Autor: Uwe Schütz Das Kalenderblatt
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