|
|
Operation OperaVor 45 Jahren: Israelische Luftwaffe zerstört irakischen Kernreaktor
07.06.1981: Vom Flughafen Taba auf dem Sinai starten am Nachmittag acht israelische F-16-Jagdbomber zu ihrer Operation Opera. Sie sollen den Kernreaktor Tammuz-1 im Irak zerstören, bevor er in Betrieb gehen kann. Ein Regime, das Israel öffentlich mit Auslöschung droht, soll nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen. Begleitschutz haben die Bomber von sechs israelischen F-15-Jagdflugzeugen. In niedriger Flughöhe unter 150 Meter, also unterhalb des feindlichen Radars, überfliegen sie jordanisches und saudi-arabisches Grenzgebiet. Um die irakische Luftabwehr zu täuschen, sprechen die Piloten arabisch. Um 17:31 Uhr sprengen die ersten Mark-84-Bomben ein Loch in den Reaktormantel, durch das die weiteren Bomben Treffer im Inneren des Reaktors erzielen. Zehn irakische Soldaten und ein französischer Techniker sterben. Nach zwei Minuten ist die Operation abgeschlossen und das Reaktorgebäude zerstört. Trotz irakischem Artilleriefeuer kehren die Maschinen ohne Verluste nach Israel zurück. * * * Militärisch war der Angriff ein durchschlagender Erfolg, politisch war er ein Misserfolg: Die untereinander zerstrittenen arabischen Staaten wie Syrien und der Irak einigten sich, Israel wieder als gemeinsamen Feind zu betrachten. Und der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verurteilte das Vorgehen Israels mit der Resolution 487 (1981). Eigentlich soll das Völkerrecht die Völker schützen, doch in der Praxis schützt es vor allem totalitäre Regime. Aber der kleine Staat Israel kann es sich nicht leisten abzuwarten, ob die Despoten ihre Vernichtungsdrohungen wahrmachen. Autor: Uwe Schütz Das Kalenderblatt am jeweiligen
Kalendertag über Twitter
|
.gif)


