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Das Kalenderblatt

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KW 51 / 2022

Eine Kalenderwoche weiter

Pro Familia wird 60 

Selbstbestimmung

Vor 70 Jahren: Gründung von Pro Familia

Pro Familia - "Schwangerschaftsabbruch - Das Recht auf eine selbstbestimmte Entscheidung"
Pro Familia - "Gender/Queer - Beratung und Unterstützung mit Regenbogenkompetenz"
"Schwangerschaftsabbruch - Das Recht auf eine selbstbestimmte Entscheidung" Titel von pro familia medizin - Ausg. 3-4/2012
"Gender/Queer - Beratung und Unterstützung mit Regenbogen-kompetenz" Titel von pro familia magazin Ausg. 2/2022
Pro Familia - "§218 - 150 Jahre Kriminalisierung sind genug"
Pro Familia - "Gegner*innen sexueller und reproduktiver Rechte"

"§218 - 150 Jahre Kriminalisierung sind genug" Titel von pro familia magazin 2-3/2021

"Gegner*innen sexueller und reproduktiver Rechte" Titel von pro familia magazin 1/2020

23.12.1952: In Kassel wird die „Deutsche Gesellschaft für Ehe und Familie“- kurz: „Pro Familia“- gegründet. Ziel des Vereins ist, einen nicht-staatlichen und nicht-konfessionellen Fachverband für Fragen der Sexualität und der Familienplanung zu schaffen.

Mit der Markteinführung der Pille und mit der Reform des §218 (StGB) baut Pro Familia seine Beratungsstellen aus. Seit der 2. Reform des §218 StGB (1995), nach der Abtreibung innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen nach Beratung straffrei bleibt, stellt Pro Familia Beratungsscheine aus.

* * *

Bei der Gründung des Vereins war das Motto: „Jedes Kind hat ein Recht, erwünscht zu sein". Heute kann man in Selbstdarstellungen nachlesen, dass Pro Famila 1952 mit dem Ziel gegründet wurde, die „Reform des Sexualstrafrechts voranzutreiben“und „Schwangerschaftsabbrüche zu legalisieren“.

Aber nach §219 StGB hat sich die Beratung „von dem Bemühen leiten zu lassen, die Frau zur Fortsetzung der Schwangerschaft zu ermutigen und ihr Perspektiven für ein Leben mit dem Kind zu eröffnen“. Ob das bei Pro Familia immer der Fall ist?

Das Allgemeine Menschenrecht auf Leben (Artikel 3) hat Pro Familia jedenfalls auf die Frau reduziert: Das Leben keiner Frau darf durch Schwangerschaft einem Risiko ausgesetzt werden.

Aber trotz „Familienplanung“ kommen Kinder am Ende doch eher überraschend und vielleicht auch erst einmal ungelegen.

Wohl auch um unangenehmen Situationen aus dem Weg zu gehen, begleitete Maria ihren Verlobten hochschwanger auf eine beschwerliche Reise von Nazareth nach Bethlehem, denn das Kind war nicht von ihm. Heute wäre es ein Fall für den Beratungsschein. Doch die vermutlich 16-jährige Maria hatte der Schwangerschaft ausdrücklich zugestimmt mit den Worten: „Mir geschehe, wie du gesagt hast“ (Lukas 1,38)

Und auch deshalb können wir Weihnachten einen „happy Birthday" feiern.

Autor: Uwe Schütz
Sprecher: Heiko Müller

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mehr bei uns:

01.02.2008: "Pro Familia" kritisiert Seminar auf den Christival-Jugendkongress
mehr bei uns über Pro Familia
2008: Der Staat subventioniert Abtreibung, aber nicht Verhütung
mehr bei uns aus der Zeit: mehr bei uns:  
1952 : Mutterschutzgesetz
1952 : 1. Bild-Zeitung
1952 : 3x Olympisches Gold für Emil Zatopek
1952 : Gründung von Pro Familia
1953 : Tod von Stalin
1953 : Vertriebenengesetz
1953 : Kinsey-Report "Das sexuelle Verhalten der Frau"

Die Weihnachtsgeschichte im historischen Zusammenhang

2017 : Petition zur Abschaffung des §219 StGB
2015: "Pille danach" rezeptfrei in Apotheken
2011: Zahl der Schwangerschaftsabbrüche 2011 /
Statistisches Bundesamt

2008: »Pille und Kondom stärken letztlich das Machotum des Mannes«
2004: Recht auf Lebensschutz gilt nicht für Ungeborene
(
Europäischer Gerichtshof)
2005: Papst Benedikt XVI. äußert sich zum 1 Mal über Ehe und Familie

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