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Das Kalenderblatt

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KW 10 / 2021

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Gerechtigkeit

100 Jahre internationaler Frauentag am 8. März

Einladung zum Frauentag 1914
KPD-Plakat zum Int. Frauentag 1924
 
Von der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) auf Twitter @ekbo_de veröffentlichter Bibeltext (Lukas 1, 46-48) . In den sozialen Netzwerk begründet die EKBO es so: „Ein Team* aus Mitarbeiter*innen der EKBO übersetzt die Verse in eine Sprache, die über männliche Dominanz und Zweigeschlechtlichkeit hinausgeht und die die Vielfältigkeit G*ttes sichtbar macht.“ Text und Foto: Lena Müller

08.03.1921: Auf der zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen (in Moskau) gedenkt man der Opfer der Februar-Revolution 1917. Auf Vorschlag der bulgarischen Delegation beschließen die Frauen, den 8. März zukünftig als den Internationen Frauentag zu begehen.

In Deutschland gibt es wegen der Spaltung der Arbeiterbewegung ab 1926 zwei Frauentage: einen kommunistischen am 8. März und einen sozialdemokratischen ohne festes Datum. In der Nazizeit werden Frauentage verboten, und der Muttertag wird offizieller Feiertag.

Seit 1978 begehen die Vereinten Nationen (UN) den 8. März als Tag „für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“.

* * *

Begonnen hatte die Geschichte des Frauentags 1908 in den USA, als Frauen der Sozialistischen Partei (Socialist Party of America, SPA) ein Komitee gründeten, um für Frauen das Wahlrecht zu erkämpfen.

Anstatt gegen Zwangsprostitution, sexuellen Missbrauch, Vergewaltigung, Genitalverstümmelung, häusliche Gewalt und Zwangsheirat kämpfen die Vereinten Nationen heute lieber für „Frauen in Führungspositionen“ (Motto 2021: „Women in leadership“).

Auch in Deutschland werden jährlich mehr als 100.000 Frauen Opfer von Gewalt (BKA). Aber wir sind damit beschäftigt, unsere Sprache geschlechtergerechter zu machen, indem wir statt der grammatisch männlichen Form die weibliche verwenden:

Die Ev. Kirche beteiligt sich daran, in dem sie z.B. die Herrnhuter Losungen in „gendergerechte Sprache“ „übersetzt“. Ich fürchte, mit solchen Aktionen provoziert sie (nur) noch mehr Kirchenaustritte.

Meines Erachtens sollten wir als Christen wieder mehr die Gerechtigkeit thematisieren, die über unser irdisches Leben hinausgeht. Paulus schrieb darüber an die erste Gemeinde in Rom: „Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben.“ (Römer 3, 22 nach Luther-Bibel)

Autor: Uwe Schütz
Sprecher: Heiko Müller

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mehr bei uns aus der Zeit: Inspirierende Frauen im Kalenderblatt:  
1919 : Deutsches Reich startet in die Demokratie
1919 : Friedensvertrag der Siegermächte mit Deutschland
1920 : Totales Alkoholverbot in den USA
1920 : Zerschlagung des Osmanischen Reiches
1921 : 1. Internationaler Frauentag am 8. März
1921 : Geburt von Sophie Scholl
1921 : Geburt von Wolfgang Borchert
1923 : 1. Radiosender in Deutschland
1849 : Bertha Benz
1867 : Marie Curie
1871 : Rosa Luxemburg
1892 : Corrie ten Boom
1910 : Mutter Teresa
1926 : Marilyn Monroe

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