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Das Kalenderblatt

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KW 44 / 2026

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Mehr als ein Spielzeug

Vor 50 Jahren: Patenterteilung für Rubik's Cube (Zauberwürfel)

28.10.1976: In Ungarn erhält der Architekt und Design-Professor Ernö Rubik ein Patent für die Erfindung eines Drehpuzzles. Es ist ein Plastikwürfel mit 6 unterschiedlich farbigen Seiten mit je 9 Feldern, die sich gegeneinander verdrehen lassen. Ziel ist, den Würfel so zu verdrehen, dass am Ende alle Würfelseiten wieder einfarbig sind. Weil das Puzzle schwer zu lösen ist, glaubt zunächst keine Firma an seinen Verkaufserfolg.

1979 wird „Rubik’s Cube“, wie er international heißt, in Nürnberg auf der Spielwarenmesse vorgestellt. 1½ Jahre später kommt der „Zauberwürfel“ in der Bundesrepublik auf den Markt und erobert schließlich die ganze Welt. Bis heute gibt es Wettbewerbe, und es werden immer wieder neue Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt.

*  *  *

Es war schon eine geniale Erfindung: Obwohl er mit seinen 43 Trillionen verschiedenen Mustern für die meisten wohl kaum zu knacken war, wurden viele von dem Würfel-Fieber angesteckt. Auch für Mathematiker und Informatiker war der Zauberwürfel eine Herausforderung. Für diejenigen, die an ihm verzweifelten, kam 1981 im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ ein Lösungsverfahren.

Rubik hatte den Zauberwürfel aber nicht erfunden, um uns zur Verzweiflung zu bringen: In der ZDF-Unterhaltungssendung „Der große Preis“ erzählte er, ihm sei aufgefallen, dass seine Studenten schlechte Geometrie-Kenntnisse mitbringen. Mit dem Zauberwürfel wollte er eigentlich nur das räumliche Denkvermögen seiner Studenten trainieren.

Hirnforscher wissen heute, dass man mit dem Zauberwürfel seine kognitiven Fähigkeiten wie Gedächtnis, Konzentration und Problemlösungsfähigkeiten verbessern kann. Es werde sowohl die linke als auch die rechte Gehirnhälfte beansprucht, was es zu einem fantastischen mentalen Training macht.

Im Gegensatz zu elektronischen Spielen gibt es beim Zauberwürfel im wahrsten Sinne noch etwas zu be-greifen.

Autor: Uwe Schütz
Sprecher: Heiko Müller

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