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KW 38 / 2016

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"Ötzi"-Fundort. Vor über 5.000 Jahren stieg ein Mann in die eisigen Höhen der Schnalstaler Gletscher und kam dort um. Am 19.09.1991 wird er mit seiner Kleidung und Ausrüstung entdeckt. 

Nicht gesucht und doch gefunden

Vor 25 Jahren : Nürnberger entdecken eine archäologische Sensation

Ötzi"-Fundort in den Ötztaler Alpen
"Ötzi"-Fundort. Vor über 5.000 Jahren stieg ein Mann in die eisigen Höhen der Schnalstaler Gletscher und kam dort um. Am 19.09.1991 wird er mit seiner Kleidung und Ausrüstung entdeckt. Foto: www.iceman.it

19.09.1991: Auf einem Gletscher der Ötztaler Alpen in 3.210 m Höhe entdeckt das Nürnberger Ehepaar Erika und Helmut Simon eine mumifizierte Leiche. Experten finden heraus, dass „Ötzi“, wie man den Mann nach seinem Fundort nennt, 5.300 Jahre alt ist. Es ist die bislang am besten konservierte Leiche aus dieser Zeit - eine archäologische Sensation.

Da Ötzi in der Grenzregion von Österreich nach Italien gefunden wurde, erheben beide Staaten Anspruch auf die Leiche. Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten wird Ötzi heute als Sensation des Südtiroler Archäologiemuseums in Bozen, Italien, sehr erfolgreich vermarktet.

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Taufe von Ötzi-Finder Helmut Simon nach biblischen Vorbild durch Untertauchen im Taufbecken der Baptistengemeinde am Südring in Nürnberg.
Taufe von Ötzi-Finder Helmut Simon nach biblischen Vorbild durch Untertauchen im Taufbecken der Baptistengemeinde am Südring in Nürnberg. Im Vordergrund Pfarrer Weidinger von St. Jakob, Nürnberg. Foto: Stefan Buortesch.

Bei seinen Vorträgen, zu denen der Ötzi-Finder Helmut Simon eingeladen wird, wird ihm immer mehr bewusst, dass viele einzelne Begebenheiten im Vorfeld ihn zum Fundort geführt haben. Der atheistisch aufgewachsene Ötzi-Finder kommt schließlich zu dem Schluss, dass das nicht alles Zufälle sein können, sondern göttliche Führung dahinter stecken muss.

Er besucht einen Glaubenskurs beim CVJM und will Kirchenmitglied werden. Aber dazu fehlt ihm die Taufe. Er erfährt, dass es Kirchen gibt, die nach biblischem Vorbild durch Untertauchen taufen. So lässt sich Helmut Simon im Alter von 66 Jahren nach dem Bekenntnis seines Glaubens an Jesus Christus am 30. November 2003 in der Nürnberger Baptistengemeinde am Südring taufen (links im Bild) und wird Mitglied der Ev. Kirchengemeinde St. Jakob.

Zwei Wochen später (14.12.2003) ist er Studiogast bei Radio AREF und erzählt seine Lebensgeschichte. Das gesendete Interview und die Veröffentlichung im Web tritt so eine ganz andere Medienlawine los: Seine Bekehrungsgeschichte erscheint in Printmedien und sogar im niederländischen Fernsehen.

Ein Jahr später (15.10.2004) verunglückt der Ötzi-Finder Helmut Simon bei einer Bergwanderung tödlich. Aber seine Geschichte geht weiter und wird immer wieder Menschen zum Wegweiser.

Uwe Schütz

mehr bei uns
über den Ötzi-Finder:
"Ötzi"-Fundort. Vor über 5.000 Jahren stieg ein Mann in die eisigen Höhen der Schnalstaler Gletscher und kam dort um. Am 19.09.1991 wird er mit seiner Kleidung und Ausrüstung entdeckt.
14.12.2003 : Ötzi-Finder Helmut Simon bei Radio AREF
Was damals sonst noch geschah: mehr bei uns über den Ötzi-Finder:  
1990 : Deutsche Wiedervereinigung
1990 : Unruhen auf Tempelberg in Jerusalem
1991 : Beginn des 2. Golfkriegs
1991 : Film "Der mit dem Wolf tanzt" erhält 7 Oskars
1991 : Tod von Max Frisch
1991 : Kroatien und Slowenien erklären ihre Unabhängigkeit
1991 : Ende der Sowjet-Union (UdSSR)
1991 : Entdeckung von "Ötzi"
1991 : Tod von Rocklegende Freddie Mercury
1991 : Wirtschafts- und Währungsunion (EU)

1991 : Entdeckung von "Ötzi"
2003 : Ötzi-Finder im AREF-Interview
2004 : Ötzi-Finder tödlich verunglückt

mehr über die Mumie "Ötzi"

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