zur AREF-Startseite
Das Kalenderblatt

Eine Kalenderwoche zurück

KW 24 / 2015

Eine Kalenderwoche weiter
Die Radioversion anhören
Europa-Karte nach Wiener Kongress 1815 

Friedensordnung

Vor 200 Jahren: Wiener Kongress ordnet Europa neu

Wiener Kongress 1814 - 1815 - Ausgangslage, Ziele, Verlauf, Ergebnis - Hindergrundinfos
Schlussakte des Wiener Kongresses 1915 im Österreichischen Staatsarchiv
Foto von Thomas Ledl in wikipedia.de unter Creative-Commons-Lizenz

09.06.1815: In Wien unterzeichnen Regierungsvertreter der acht führenden Staaten Europas (Österreich, Russland, Preußen, Großbritannien, Frankreich, Portugal, Spanien u. Schweden) die Kongressakte zur Neuordnung Europas (rechts im Bild).

Nach der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und dem Sieg über Napoleon (Bonaparte) soll in Europa ein Gleichgewicht der Kräfte geschaffen werden. Die Ländergrenzen werden deshalb nicht nach Volkszugehörigkeit und Sprache der Menschen gezogen, sondern nach buchhalterischen Gesichtspunkten.

Als besonders schwierig erweist sich die Deutsche Frage. Nach neunmonatigen Verhandlungen werden 35 Fürstentümer und vier freie Städte zu einem losen Bund zusammengeschlossen. Den Vorsitz bekommt Österreich.

* * *

Europa-Karte nach dem Wiener Kongress 1815
Europa-Karte nach dem Wiener Kongress 1815

Obwohl die Monarchen von Russland, Österreich und Preußen im selben Jahr mit einer „Heilige Allianz“ noch „Ewigen Frieden“ in Europa beschworen, hatte die Europakarte von 1815 nicht lange Bestand. Sowohl nationale als auch liberale Strömungen sorgten dafür.

Überlebt hat nur der Wiener Walzer aus den rauschenden Ballnächten, die die Kongressteilnehmer bei Laune halten sollten. Die deutschen Grenzen wurden noch 175 Jahre lang hin- und hergeschoben. Erst seit dem Zwei-plus-vier-Vertrag zur Deutschen Wiedervereinigung 1990 gilt die Deutsche Frage als geklärt.

Man mag bedauern, dass wir heute in einem weniger christlich geprägten Land leben. Aber nach dem neuen Testament wirkt Gott nicht in erster Linie durch bestimmte Staaten, sondern auf einer anderen Ebene durch ein unsichtbares Reich. Und zuviel Nähe zum Staat hat der Kirche in der Geschichte immer geschadet, weil sie dann ihren eigentlichen Auftrag aus den Augen verlor. Wenn die Christen in Deutschland heute ihren Glauben leben, muss keiner Angst vor Islamisierung haben.

Uwe Schütz

mehr bei uns aus der Zeit: mehr bei uns über Deutsche Geschichte:  
1805 : Tod von Friedrich von Schiller
1808 : Geburt von Johann Hinrich Wichern
1809 : Geburt von Charles Darwin
1815 : Wiener Kongress (Ende)
1818 : Erste Bluttransfusion von Mensch zu Mensch
1818 : Uraufführung von "Stille Nacht"
1820 : Geburt von Friedrich Engels
1835 : Erste deutsche Eisenbahn
1848 : Marx und Engels veröffentlichen kommunistische Kampfschrift

1815 : Wiener Kongress 1815 - Hintergrundinfos (Ziele, Verlauf, Ergebnisse)
1871 : Gründung des Deutschen Reichs
1878 : Bismarck verhindert 1. Weltkrieg (Berliner Kongress)
1890 : Rücktritt von Bismarck als Reichskanzler
1900 : Bürgerliches Gesetzbuch tritt in Kraft
1914 : Attentat auf Österreichischen Thronfolger
1919 : Deutschlands Start in die Demokratie
1919 : Friedenskonferenz von Versailles
1923 : Hitlers Putschversuch in München

Die Radioversion anhören
Die Radioversion anhören
1:51 s, mp3, 64 kbit/s, 882 KB

 

"Feedbacks" werden an den Kalenderblatt-Autoren geschickt

Kalenderblatt-Abo ist kostenlos - Jede Woche ein spannender Rückblick per e-Mail


Hinweis: Für die Inhalte anderer Web-Seiten - auch über Links von dieser Seite - sind ausschließlich deren Autoren verantwortlich!

menus supported by: Deluxe-Menu.com

Impressum