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Das Kalenderblatt

Eine Kalenderwoche zurück

KW 06 / 2005

Eine Kalenderwoche weiter
Dresden in Schutt und Asche 

Gegen Hass und geistige Brandstifter

Zum 60. Jahrestag der Zerstörung von Dresden

Dresden am Tag danach in Schutt und Asche und die Straßen übersäet mit Leichen - Ein Holocaust? Foto: © Deutsches Historisches Museum Berlin 1989/2337.1

Dresden, 13.02.1945, Faschingsdienstag: Die Stadt ist mit mehreren 100.000 Flüchtlingen aus deutschen Ostgebieten und aus dem Sudetenland überfüllt. Kurz nach 22 Uhr verwandeln 244 britische Lancaster-Bomber unter dem Kommando des britischen Air Marshal Arthur T. Harris die gesamte Dresdner Innenstadt innerhalb weniger Minuten in ein Chaos.

Um 1:23 Uhr beginnt die zweite Angriffswelle mit 529 Bombern. Die Brandbomben entfachen auf 15 Quadratkilometern einen Feuersturm. Ganze Straßenzüge werden auslöscht, selbst Asphalt und Elbe brennen. Menschen, die in diesem Feuersturm nicht verbrennen, ersticken. Den Rest erledigen die alliierten US-Bomber in den Mittagsstunden an den Tagen danach.

* * *

Die Zerstörung Dresdens im Februar 1945 wurde weltweit zum Symbol für die generalstabsmäßig geplante Vernichtung der Zivilbevölkerung durch Luftangriffe.

Nach offiziellen Zahlen kamen dabei 35.000 Menschen ums Leben, wahrscheinlich gab es aber wesentlich mehr Tote. Strategische Ziele blieben weitestgehend verschont. Ist es wirklich Volksverhetzung, hier von Kriegsverbrechen oder "Bomben-Holocaust" zu sprechen?

Solange die deutschen Medien darstellen, die Deutschen seien an der Vernichtung ihrer Städte und ihrer Menschen selber schuld, werden sie gerade junge Leute in die Hände von Extremisten treiben.

Es macht Mut, dass Dresden die britische Stadt Coventry, die von der deutschen Luftwaffe stark bombadiert wurde, als Partnerstadt hat. Bürger beider Städte trafen sich 2002 in Dresden, um ein Zeichen gegen Krieg und Hass zu setzen. Sie trafen sich beim Wiederaufbau der Frauenkirche - am Haus von dem, der gesagt hat:

Meinen Frieden gebe ich euch.
Ich gebe ihn nicht, wie die Welt gibt.
Johannes 14, Vers 27

Uwe Schütz

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