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Verboten ist, was im Widerspruch zum Islam steht

Afghanistan ist auf Platz 3 des Weltverfolgungsindex vorgerückt

22.01.2011: Obwohl das Taliban-Regime vor 9 Jahren gestürzt wurde, zählt Afghanistan weltweit zu den Staaten, wo Christen am stärksten verfolgt werden. Afghanistan, seit 2003 islamische Republik, hat sogar Saudi-Arabien im neuesten Weltverfolgunsindex 2011 von Open Doors von Platz 3 verdrängt (bisher Platz 6).

Obwohl in der Verfassung Religionsfreiheit garantiert wird, ist verboten, was "im Widerspruch zu den Überzeugungen und Vorschriften der heiligen Religion des Islam steht". Der Islam durchdringt alle Aspekte der Gesellschaft, und die Gesetze der Scharia sind mehr oder weniger in Kraft.

Die Situation der Christen in Afghanistan hat sich verschlechtert. Besonders Christen muslimischer Herkunft sind intensiver Verfolgung ausgesetzt. Es gibt nur sehr wenige Christen im Land. Afghanische Gläubige werden von der vorwiegend muslimischen Gesellschaft nicht akzeptiert. Die Gesetzgebung ist hinsichtlich der Rechte für religiöse Minderheiten nicht eindeutig.

Fernsehbericht hat Christen in Lebensgefahr gebracht

Im Mai und Juni 2010 veröffentlichte der Fernsehsender "Noorin TV" Bilder einer Taufe von Muslimen, die zum Christentum konvertiert sind. Ihre Gesichter wurden in dem Beitrag offen gezeigt. Christlichen Hilfsorganisationen wurde dabei Evangelisation unter Muslimen vorgeworfen. Die Reportage hatte drastische Reaktionen bis in höchste Regierungskreise des streng islamischen Landes ausgelöst. Der Sekretär des Unterhauses forderte bei einer Parlamentssitzung die Hinrichtung von Apostaten. Hunderte verärgerter Studenten demonstrierten in der Hauptstadt Kabul und anderen Städten. Dabei stießen die Demonstranten Morddrohungen gegen christliche Konvertiten aus und verlangten die Ausweisung christlicher Organisationen. Der Druck auf afghanische Christen verstärkte sich. Etliche Christen muslimischer Herkunft flohen in der Folgezeit aus dem Land oder tauchten unter mehr

Evangelisieren verboten

Eine Abkehr vom Islam oder die Weitergabe des christlichen Glaubens wird als Angriff auf den Islam angesehen. Werden ausländische Christen bei der Weitergabe der christlichen Botschaft entdeckt, werden sie verhaftet und gewöhnlich des Landes verwiesen.

Verfolgung durch eigene Familie

Wenn Muslime Christen werden droht ihnen die schärfste Verfolgung von der Familie, Nachbarn oder muslimischen Eiferern. Ehemalige Muslime werden vertrieben, nachdem sie ihrer Familie von ihrer Konversion erzählt haben. Konvertiten müssen damit rechnen beschimpft und bloßgestellt oder geschlagen zu werden, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, ins Gefängnis zu kommen oder auch umgebracht zu werden. Sie werden oft von ihrer Familie und der Gesellschaft gedrängt, die kulturellen Normen des Islam zu befolgen. Einige Konvertiten mussten aus dem Land fliehen, um ihr Leben zu retten.

Gemeinde wächst trotz Schwierigkeiten

Doch trotz aller dieser Schwierigkeiten wächst die "unsichtbare" afghanische Kirche in allen Teilen der Gesellschaft. Dabei spielen christliche Radioprogramme eine große Rolle. Es gibt Gruppen von ehemaligen Muslimen, die sich heimlich in kleinen Hausgemeinden versammeln. Es ist für Christen fast unmöglich, an Bibeln oder andere christliche Literatur oder Medien in ihrer Sprache zu kommen.

Quelle: www.opendoors-de.org/verfolgung/laenderprofile/afghanistan

Autor dieser WebSeite: Uwe Schütz

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