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Das Kalenderblatt

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KW 20 / 2019

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Der Platz (vor dem Tor) des himmlischen Friedens 

Neue Seidenstraße?

Vor 30 Jahren: Chinesische Studenten im Hungerstreik

15.05.1989: Chinesische Studenten halten den Platz (vor dem Tor) des himmlischen Friedens oder auch Tian'anmen-Platz besetzt, wo eigentlich der offizielle Staatsempfang des sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow stattfinden soll.
15.05.1989: Chinesische Studenten halten den Platz (vor dem Tor) des himmlischen Friedens oder auch Tian'anmen-Platz besetzt, wo eigentlich der offizielle Staatsempfang des sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow stattfinden soll. Erst in der Nacht zum 05.06.1989 wird er nach zahlreichen Ankündigungen gewaltsam mit Panzern geräumt. Quelle: Screenshot der "Tagesschau vor 25 Jahren" auf BR alpha mit ARD-Tagesschau vom 15.05.1989, AREF

Peking, 13.05.1989: Mehrere tausend Studenten besetzen den "Platz (vor dem Tor) des Himmlischen Friedens" (Tiananmen) und treten in einen Hungerstreik. Seit Wochen demonstrieren sie in den Straßen Pekings erfolglos für mehr Demokratie und gegen Korruption in der Kommunistischen Partei Chinas.

Nachdem auch der Staatsbesuch von Michail Gorbatschow (15.05.1989, KPdSU-Chef) von Studentenprotesten begleitet wird, trifft sich Ministerpräsident Li Peng drei Tage später mit Studentenvertretern (18.05.1989). Aber am Tag darauf erklärt er im Fernsehen die Entschlossenheit der Regierung, "dem Aufruhr ein schnelles Ende zu bereiten" und "das sozialistische System zu schützen" (19.05.1989). Der Ausnahmezustand wird verhängt.

Mehrfach verhindert die Bevölkerung das Vorrücken der Armee, aber nach zwei Wochen eskaliert die Situation, und es gibt auf beiden Seiten die ersten Toten. In der Nacht zum 5. Juni wird der "Platz des Himmlischen Friedens" durch den Einsatz von Panzern gewaltsam geräumt (05.06.1989). Die geschätzten Opferzahlen gehen weit auseinander.

* * *

In Osteuropa kollabierten die kommunistischen Regime wenig später unter dem Druck des Volkes. Chinas Regierung hielt sich mit Gewalt an der Macht. Die westlichen Regierungen zeigten sich damals entsetzt und drohten mit Wirtschaftsboykott.

Aber die moralische Entrüstung dauerte nicht lange. China ist ein zu begehrter Absatzmarkt für westliche Produkte. Aber wie lange noch? Irgendwann wird "der schlafende Riese" hellwach sein. Wir sollten aber nicht Steine werfen, sondern vor der eigenen Tür kehren.

Autor: Uwe Schütz
Sprecher: Heiko Müller

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mehr bei uns aus der Zeit: mehr über China:  

1949 : Gründung der Volksrepublik China durch Mao
1951 : China annektiert Tibet
1966 : Beginn der Kulturrevolution in China
1976 : Tod von Mao Tsetung
1989 : Blutbad auf dem Platz des himmlischen Friedens

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