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Hintergrund-Infos

Political Correctness - Politische Korrektheit

tabu

Begriff - Was bedeutet politische Korrektheit?

im Sprachgebrauch auch als Adjektiv "politisch korrekt"
englisch.: political correctness
Abkürzung: PC, P.C. und pc

Politische Korrektheit wollte ursprünglich rassistische Äußerungen bekämpfen

Politische Korrektheit ist ein aus dem englischsprachigen Raum stammendes, inzwischen aber allgemein verwendetes politisches Schlagwort, welches primär sprachliche Formulierungen bewertet, insbesondere auch das Gegenteil, die politische Inkorrektheit sprachlicher Aussagen kritisieren soll.

Das Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary definiert den englischen Begriff politically correct als eine Anpassung an die Idee, dass Ausdrücke und Handlungen, die politische Sensibilitäten, etwa bezogen auf Geschlecht oder Rasse, verletzen könnten, eliminiert werden sollten. Die in dieser Definition beschriebene Ausweitung von sprachlichen Formulierungen auf „Handlungen“ stimmt mit dem Kern und Gebrauch des Begriffes jedoch nicht überein.

Beispiele für sprachliche Veränderungen

Im englischsprachigen Raum veränderte sich insbesondere der Begriff für Menschen mit dunkler Hautfarbe: Negro – black people – coloured people – African-Americans

Im deutschen Sprachraum veränderte sich z.B. die als abwertend empfundene Formulierung „Krüppel“ über „Behinderte" zum Ausdruck „Menschen mit Behinderung", um Menschen zumindest sprachlich nicht auf ihre Behinderung zu reduzieren.

Interessant auch, dass man politisch korrekt nur noch von "Schwangerschaftsabruch" spricht. 1971 titelte der Stern noch: "Wir haben abgetrieben!".

Nach dem Handbuch "Terminologie für Medien, Kultur und Politik" der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) soll ein "Selbstmordanschlag" "Märtyrer-Einsatz" heißen.

Aus dem Motiv "Minderheitenschutz" wurde Diffamierung von Konservativen

Laut Wierlemann wird mit Politische Korrektheit ein Sprachgebrauch bezeichnet, der durch eine besondere Sensibilisierung gegenüber Minderheiten gekennzeichnet ist und sich der Anti-Diskriminierung verpflichtet fühlt. Im aktuellen Sprachgebrauch sei der Begriff allerdings eine „Diffamierungsvokabel".

Seit Ende des 20. Jahrhunderts wird der Begriff verwendet, um die Interessen von Minderheiten stärker zu vertreten und eine Diskriminierung durch die Sprache zu vermeiden.

Mit der Aussage, dass etwas „politisch nicht korrekt“ bzw. „politisch inkorrekt“ sei, soll dementsprechend ausgedrückt werden, dass eine Norm verletzt, eine Äußerung (oder Handlung) allgemeinen moralischen Normen zuwiderhandelt oder gar ein Tabu gebrochen wurde.

So veröffentlichten 30 Organisationen – darunter der Bundesverband von pro familia und der Humanistische Verband Deutschlands – im Oktober 2010 einen offenen Brief an die Mitglieder des deutschen Bundestages, in dem sie sich gegen die Unterstützung des Bundesverbandes Lebensrecht durch Annette Schavan, Karl-Theodor zu Guttenberg, Peter Müller und weitere prominente Mitglieder der CDU und CSU aussprachen. Bei den "Marsch-für-das-Leben"-Teilnehmern handle es sich um Abtreibungsgegner mit einem „fundamentalistisch-christlichen Weltbild“. Die Ziele des Verbandes Lebensrecht seien „zutiefst undemokratisch“, so die Verfasser. Zudem würde er „offenkundig Kontakte zu rechtsextremen Organen“ unterhalten (Quelle: wikipedia.de zum Bundesverband Lebensrecht)

Kritiker sehen inzwischen die Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit verletzt.

Quelle: wikipedia.de, 15.03.2013

Autor dieser Seite: Uwe Schütz

 

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