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Was Wissen schafftZum 400. Todestag des englischen Staatsmanns und Philosophen Francis Bacon
09.04.1626: In Highgate bei London stirbt der englische Jurist, Staatsmann und Philosoph Francis Bacon. Er wird am 22.01.1561 in London in eine Familie mit guter Bildung geboren. Seine Eltern leben ihm vor, Verpflichtungen gegenüber anderen höher zu bewerten als das eigene persönliche Glück. Nach seinem Studium in Cambridge schlägt er zunächst eine juristische Laufbahn ein. 1581 wird er erstmals in das britische Unterhaus gewählt. Als Maria Stuarts Sohn als Jakob I. 1603 König von England wird, gelingt Francis Bacon schließlich der politische Aufstieg, und er wird in den Adelsstand erhoben. Als das Parlament ihm Bestechlichkeit vorwirft, zieht er sich nach 37 Jahren im Parlament aus der Politik zurück. Er widmet sich ganz der Philosophie und dem Schreiben. Am Ostersonntag 1626 stirbt Francis Bacon im Alter von 65 Jahren in London an einer Lungenentzündung. * * * Bacon sah die Forschung als eine von Gott gegebene Aufgabe an, um das Leben der Menschen zu erleichtern. Dazu habe Gott uns zwei Bücher gegeben: Die Bibel für den Glauben und das Buch der Natur für die Naturwissenschaft. Bacon war wohl als Erster der Auffassung, dass Wissenschaft ideologiefrei auf Beobachtungen, Experimenten und messbaren Fakten beruhen muss und nicht auf Weltanschauung. Wissenschaft und Glaube solle man nicht vermischen, sondern getrennt behandeln. Er provozierte damit die Wissenschaftler seiner Zeit, die nur das anerkannten, was in ihr Weltbild passte. Heute soll Art.5 unseres Grundgesetzes Wissenschaft, Forschung und Lehre vor politischer und ideologischer Einflussnahme schützen. Wissenschaft sei das Bemühen um Wissen, sie sei aber niemals vollständig korrekt, sagte der Raumfahrtmediziner Oliver Ullrich in einem Interview. Wenn sie als absolute Erkenntnis angenommen werde, werde sie zum Götzen, dem ohne Verstand gefolgt wird. Unsere Erkenntnis ist Stückwerk, schrieb schon Paulus zu biblischer Zeit und deshalb entsteht wissenschaftliche Erkenntnis nicht durch Einigkeit, sondern durch den Wettbewerb konkurrierender Hypothesen und Deutungen. Es braucht Rede und Gegenrede damit wir nicht in die Irre gehen, sondern zur besten Lösung kommen. Autor: Uwe Schütz Das Kalenderblatt
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1555 : Augsburger
Religionsfrieden
und doch keiner |
1492
: Christoph
Kolumbus "entdeckt" Amerika
1626 : Tod des Staatsmanns und Philosophen Francis Bacon 1630 : Tod des deutschen Astronomen Johannes Kepler 1727 : Geburt von Isaac Newton 1724 : Geburt des Philosophen Immanuel Kant 1809 : Geburt von Charles Darwin |
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