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KW 26 / 2020

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Jagd auf das Kreuz

Vor 10 Jahren: In Pakistan ermordet islamischer Mob Frau und Kinder eines Christen

Moschee in Jhelam in der pakistanischen Provinz Punjab
Moschee in Jhelam in der pakistanischen Provinz Punjab
Foto: wikipedia.org unter Creative Commons-Lizenz

21.06.2010: In der pakistanischen Provinz Punjab schickt Razia Masih ihren ältesten Sohn zum Waschmittel-Einkaufen. Doch der Ladenbesitzer weist den Jungen ab mit den Worten: „Ich verkaufe nicht an Nicht-Muslime, wage ja nicht, noch einmal meinen Laden zu betreten.“

Als der 11-jährige Junge verstört nach Hause kommt, informiert die Mutter ihren Mann, er möge sofort nach Hause kommen. Doch bevor er eintrifft, hat sich schon ein Mob aus der Nachbarschaft versammelt und beschuldigt den Jungen, ihren geliebten Propheten Mohammed gelästert zu haben - daher dürfe er nicht am Leben bleiben. Seine Schwester versucht noch, telefonisch Hilfe zu rufen.

Als der Vater mit der Polizei eintrifft, findet er seine Frau und seine vier Kinder ermordet auf. Die Anzeige bei der Polizei wird ihm verweigert. Der Revierleiter gibt ihm zu verstehen, er sei unter Druck gesetzt worden: „Es tut mir sehr leid, mir sind die Hände gebunden!“

* * *

Länderprofil von Pakistan auf opendoors.de
Im Weltverfolgungsindex 2020, der Liste der größten Christenverfolgerstaaten, belegt Pakistan Platz 5. Hier geht es zum Länderprofil von Pakistan auf opendoors.de

„Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen“ (Johannes 15, 20b), hatte Jesus seinen Leuten schon vor 2.000 Jahren in seinen Abschiedsreden gesagt. In unserem

Kulturraum kennen wir das höchstens in der Theorie.

Aber: „In 144 Ländern der Welt müssen Christen wegen ihres Glaubens leiden. Sie werden diskriminiert, vertrieben und in zahlreichen Ländern ermordet“, berichtete die Wochenzeitschrift DIE ZEIT (Nr. 23/2020) unter dem Titel „Jagd auf das Kreuz". Wer aber über Christenverfolgung spricht oder schreibt, gelte schnell als „islamophob“ oder rechtsextrem. Doch gerade im Verschweigen liege die politische Gefahr, meint der ZEIT-Autor (Ulrich Ladurner), denn verfolgte Christen würden nicht dazu neigen, mit terroristischer Gewalt zu reagieren, und mahnt: „Wer Christenverfolgung nicht in verantwortlicher Weise thematisiert, der beschwört eine politische Gefahr herauf.“ Wenn die „Einschüchterung und Verfolgung“ von Christen weitergehe, werde der radikale Islam sein Ziel erreichen.

Und was ist sein Ziel? Die homogen islamische Gesellschaft.

Uwe Schütz

Quelle: Open Doors, Hilfswerk für verfolgte Christen

mehr bei uns aus der Zeit: mehr bei uns über diesen Fall und Christenverfolgung in Pakistan:  

2008 : Ben X startet in den deutschen Kinos
2008 : Pogrom gegen Christen in Indien
2009 : Buskampagene für ein Leben ohne Gott
2010 : Sechs Besucher nach Weihnachtsmesse in Ägypten erschossen
2010 : Mob ermordet Frau und die vier Kinder eines Christen
2011 : Terroranschläge in Oslo
2014 : Weltklimarat (IPCC) stellt Klimawandel-Bericht vor
2014 : Manipulierte Rankingshow „Deutschlands Beste!“ im ZDF

2014 : „Exodus - Götter und Könige“ startet in den US-Kinos

 

Christenverfolgung in Pakistan

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