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Von Fußballfans und Nachfolgern Jesu

gesendet am 16.02.2003 von Markus Ebinger
 

(Nürnberg) Es ist Samstag-Nchmittag. Die Clubfans pilgern mit Zügen und Straßenbahnen ins Frankenstadion. Auf dem heiligen Rasen zelebriert der Club sein Spiel gegen Werder Bremen. Klaus Augenthaler muss in der Kabinenpredigt keinen Dampf ablassen. Denn das Wunder ist bereits geschehen. Lars Müller hat die Clubfans in der 42. Minute durch einen Treffer erlöst.

Rund um den Fußball werden viele Worte aus Kirche und Religion gebraucht. Und beide: Fußballclub und Jesus - beide haben Anhänger und Anhängerinnen. Beim Fußball sind es die Fans, bei Jesus die Nachfolger. Die Fangemeinschaft während eines Spiels entspricht der Gemeinschaft von Jesus-Nachfolgern und Nachfolgerinnen beim Gottesdienst. Treue Clubfans verpassen ebensowenig ein Spiel wie Jesus-Nachfolger einen Gottesdienst. Im Stadion tobt LaOla und die Gesänge sind kaum zu stoppen. Auch in der Kirche schwappt hin und wieder die Begeisterung über und man singt schwungvolle Lieder.

Natürlich gibt es auch ein paar Unterschiede. Die Menschen am Stadioneingang sind schon aufgrund ihrer Kleidung dem entsprechenden Verein zuzuordnen. Vor dem Spiel decken sich Fußballfans mit Artikeln ihres Vereins im Fanshop ein. Jesus-Nachfolger sind nicht unbedingt an ihrer Kleidung zu erkennen. Sie haben nur einen Fanartikel. Das ist die Bibel. In ihr steht alles, was sie zur Nachfolge wissen müssen.

Und noch ein wesentlicher Unterschied. Warum hat ein Fußballclub Fans? Er hat Fans, weil diese sich freuen, wenn ihr Verein ein gutes Spiel macht und gewinnt. Am allerbesten ist es natürlich, wenn der Verein einmal Pokalsieger oder deutscher Meister wird. Leider gibt es nicht nur Siege. Und die Treue der Fans kann auf harte Proben gestellt werden. Ein Fan lässt seinen Club nicht im Stich, selbst wenn die letzte Hoffnung gestorben ist.

Nachfolger und Nachfolgerinnen von Jesus müssen nicht einmal die Hoffnung verlieren. Sie folgen Jesus nach, weil dieser die Menschen bedingungslos liebt. Jesus geht es nicht um Leistung. Sondern darum, dass jeder zu ihm kommen kann. Jeder, der in der Hoffnung auf ein erfülltes Leben in seine Fußstapfen treten will.

Autor: Markus Ebinger, Pastor der Ev.-Methodistischen Kirche Hersbruck

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