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Dr. Günther Beckstein zum 60. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs

Immerwährende Verantwortung

Dr. Günther Beckstein zum 60. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs

Bayerischer Innenminister Dr. Günther Beckstein. Foto: www.stmi.bayern.de08.05.2005: "Die Dimension der Verbrechen, die während des Dritten Reiches begangen wurden, stellt uns und die kommenden Generationen in eine immerwährende Verantwortung, dass sich so etwas nie wiederholen darf. Wir dürfen und wir werden unter dieses dunkelste Kapitel deutscher Geschichte niemals einen Schlussstrich ziehen. Das, was hier geschehen ist, darf nicht dem Vergessen anheim fallen. Es darf auch niemals Verdrängern und Verharmlosern der Geschichte überlassen werden", betonte Innenminister Dr. Günther Beckstein anlässlich der Matinee der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zum 60. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai 2005 in München.

"Wir brauchen eine wehrhafte Demokratie"

Wie Beckstein weiter ausführte, mahnt das Gedenken an die zahllosen Opfer zu Wachsamkeit: "Wir brauchen einen starken Rechtsstaat, eine wehrhafte Demokratie, die neuen Gefahren jederzeit wirkungsvoll begegnen kann. Gehen wir weiterhin gemeinsam mit aller Entschlossenheit gegen menschenverachtenden Extremismus jedweder Couleur vor! Setzen wir uns mit allem Nachdruck dafür ein, dass sich Menschenrechte und Toleranz überall auf dieser Erde durchsetzen."

Hitler war weg, aber Stalin blieb

Der Minister erinnerte daran, dass mit dem Kriegsende am 8. Mai 1945 die zwölf Jahre dauernde Herrschaft der Nazis zu Ende gegangen sind, die die millionenfache Vernichtung von Menschen organisierten: "Juden, Sinti oder Behinderte wurden umgebracht. Der von Hitler vom Zaun gebrochene Krieg brachte unvorstellbares Leid über ganz Europa und viele andere Teile der Welt. Rund 60 Millionen Menschen fanden den Tod. Alle Überlebenden atmeten auf, als der schreckliche Krieg zu Ende war. Bei aller Freude, dass die militärische Niederlage und das Ende des Krieges das Aus für das Unrechtssystem des Nationalsozialismus bedeutet haben, sind die Gefühle an diesen Tag aber auch zwiespältig. Deutschland lag in Schutt und Asche. Wenn ich die Bilder zerstörter deutscher Städte wie Nürnberg und Würzburg sehe, befällt mich tiefe Trauer. Die Gefangenschaft brachte großes Leid über Hunderttausende und Millionen wurden vertrieben. Tod, Vergewaltigung, Verlust von Heimat und Eigentum sind schlimme Erlebnisse, die nicht verschwiegen oder vergessen werden dürfen", so Beckstein.

Während der russische Präsident Vladimir Putin auf der Gedenkfeier auf dem Roten Platz in Moskau versucht, Dankbarkeit einzuklagen, sagte Dr. Günther Beckstein: "Für viele Millionen unserer Landsleute bedeutete der 8. Mai 1945 zudem den Beginn jahrzehntelanger kommunistischer Unterdrückung. Hitler war weg, Stalin blieb."

Quelle: Pressemitteilung 192/05 vom 08.05.05 des Bayerischen Innenministeriums

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