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Westliche Olympia-Hoffnungen haben sich nicht erfüllt

Versammlungsverbot für Hauskirchen während Olympia in China

China: Eine Gemeinde beim Open-Air-Gottesdienst
Eine Gemeinde in China beim Open-Air-Gottesdienst Foto: Open Doors

15.08.08: Die von der chinesischen Regierung im Zuge der Olympischen Spiele propagierte Religionsfreiheit ist nur sehr eingeschränkt eingetreten. Nur offiziell registrierten Kirchengemeinden sind für Besucher geöffnet. Zahlreiche chinesische Hausgemeinden hingegen unterliegen während der Olympischen Spiele sogar einem Versammlungsverbot.

Gemeinschaften wie die Maizi oder die Evangelium-Hauskirche hätten ein entsprechendes Dokument unterschreiben und ihre Treffen einstellen müssen, sagte Yu Jie, Mitbegründer der Arche-Hauskirche am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Peking.

Garantieerklärung über Nichtabhaltung von christlichen Versammlungen

Nach Angaben der US-amerikanischen Hilfsorganisation für verfolgte Christen «China Aid Association» mussten viele Pastoren eine sogenannte «Garantieerklärung über temporäre Nichtabhaltung von christlichen Versammlungen während der Olympischen Spiele» unterzeichnen. Das Versammlungsverbot in China gilt vom 15. Juli bis 15. Oktober 2008.

Auch Vermieter von Versammlungsräumen werden unter Druck gesetzt

Die Arche-Hausgemeinde, die dem Verbot nicht unterliegt, schützt nach Einschätzung Yus ihr internationaler Bekanntheitsgrad vor größeren Einschränkungen. «Die Polizei hat unseren Pastor zu einer langen Unterredung einbestellt», erläuterte Yu. «Er musste nichts unterzeichen, aber versprechen, die Treffen sehr klein zu halten.» Dafür hätten Polizisten den Vermieter ihres Versammlungsraumes unter Druck gesetzt, sagte der 35-Jährige. «Aber der hat Mitleid mit uns und wird uns nicht rausschmeißen.»

Kleinere häusliche Bibelkreise sind in China erlaubt

Kleinere häusliche Bibelkreise sind in China offiziell erlaubt. Sicherheitsbehörden gehen jedoch immer wieder gegen aktive und große Hausgemeinden vor. Bereits im Juni und Juli hatten auch Pekinger Pastoren von polizeilichen Übergriffen berichtet. Mit der «Garantieerklärung» verpflichten sich die Unterzeichner, keine ausländische Spenden oder Predigttexte anzunehmen und keine ausländischen Geistlichen predigen zu lassen.

Die von der Regierung propagierte Religionsfreiheit gilt nur für offiziell registrierte Kirchen

Die chinesische Regierung hatte im Zuge der Olympischen Spiele mit Religionsfreiheit geworben. Alle offiziell registrierten Kirchengemeinden sind für Besucher geöffnet. Im olympischen Dorf hat Peking ein religiöses Servicezentrum für Anhänger unterschiedlicher Glaubensrichtungen eingerichtet. Zudem ließ die Regierung 10.000 chinesisch-englische Versionen der vier Evangelien drucken.

Quelle: jesus.de-Newsletter / epd vom 16.08.2008

 

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