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Anhörung zum Thema «Scharia in Europa»

Ex-Muslime: EU-Regierungen zu tolerant gegenüber dem «politischen Islam»

18.09.07: Organisationen ehemaliger Muslime haben den EU-Regierungen vorgeworfen, dem «politischen Islam» in Europa zu viel Toleranz entgegenzubringen. Die Regierungen müssten deutlichere Grenzen setzen, erklärten Vertreter verschiedener europäischer Verbände während einer Anhörung zum Thema «Scharia in Europa» am Montagabend im Brüsseler EU-Parlament. Der politische Islam und seine Organisationen strebten nach realer Macht, sagte Mina Ahadi vom Zentralrat der Ex-Muslime in Deutschland.

Übergriffe auf Frauen und sogenannte Ehrenmorde kämen in Europa heute viel zu häufig vor, so die gebürtige Iranerin Mina Ahadi während der von der konservativen EVP-ED-Fraktion veranstalteten Debatte. Kinder dürften nicht zur Schule gehen oder würden unter Drohungen gezwungen, ein Kopftuch zu tragen. Häufig würden solche Vorgänge als bloße kulturelle Besonderheiten etikettiert. Es sei nötig, gegen diese menschenrechtswidrigen Vorkommnisse gesetzlich vorzugehen.

Die ebenfalls iranischstämmige Mahin Alipoor vom Zentralrat der Ex-Muslime in Skandinavien forderte, neben der Religionsfreiheit auch die Rechte der Atheisten in Europa sowie die Meinungsfreiheit weiter zu stärken. Sie verwies darauf, dass die Radikalisierung von Muslimen weltweit auch ein Ergebnis US-amerikanischer und europäischer Außenpolitik sei.

«Falsch verstandene Toleranz»

Auch die EU-Parlamentarierin Renate Sommer (CDU) warnte vor «falsch verstandener Toleranz». Wie der konservative österreichische Abgeordnete Othmar Karas erläuterte, finden sich die größten muslimischen Anteile in Europa unter anderem in Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Österreich. Es sei ausgeschlossen, das islamische Recht Scharia als Grundlage des Zusammenlebens in der EU in Erwägung zu ziehen, so Karas. Er warb jedoch für einen «Dialog auf Augenhöhe» zwischen Christen und Muslimen.

Der Zentralrat der Ex-Muslime in Deutschland war Anfang 2007 gegründet worden. Weitere Zusammenschlüsse gibt es unter anderem in Großbritannien und den Niederlanden.

Quelle: jesus.de-Newsletter / epd vom 18.09.2007

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