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Hamid Pourmand ist frei

Hamid Pourmand ist frei

Der Iranische Laienprediger und Ex-Oberst Hamid Pourmand
Hamid Pourmand mit seiner Familie Quelle: Open Doors

Iranischer Laienpastor und Ex-Oberst vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen

13.09.06: Der iranische Laienpastor und ehemalige Militär-Oberst, Hamid Pourmand, ist überraschend aus dem Militärgefängnis freigelassen worden. Die Leitung des berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis begründete seine vorzeitige Entlassung am 20. Juli bislang nicht.

Bei Teilnahme an christlichen Veranstaltungen droht ihm erneute Haft

Wie das Hilfswerk für weltweit verfolgte Christen Open Doors (Kelkheim bei Frankfurt am Main) erfuhr, sollen Sicherheitskräfte jedoch dem 49-jährigen gedroht haben: Sollte er an christlichen Gottesdiensten teilnehmen, müsse er für den Rest seiner dreijährigen Strafe (noch 14 Monate) zurück ins Gefängnis. Bereits während seiner Haft bedrohten ihn die Beamten, seinem Glauben abzuschwören, erfuhr Open Doors.

Verhaftet, weil er Übertritt zum Christentum verschwiegen haben soll

Hamid Pourmand, seit über 25 Jahren Christ, wurde im September 2004 während einer Konferenz der "Assembly of God"-Gemeinden verhaftet und nach fünf Monaten Einzelhaft im Februar 2005 von einem Militärgericht schuldig befunden, die iranischen Streifkräfte getäuscht zu haben. Der Oberst und frühere Muslim soll seinen damaligen Vorgesetzten seinen Übertritt zum Christentum verschwiegen haben. Pourmand widerlegte die Anschuldigung mit Originaldokumenten, die das Gericht als Fälschung ablehnte und ihn zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilte.

Laut iranischem Gesetz dürfen Nichtmuslime keine Offiziere werden

Laut Gesetz dürfen Nichtmuslime keine Offiziere werden. Ein islamisches Gericht sprach ihn im Mai 2005 vom Vorwurf frei, vom Islam abgefallen zu sein und Muslime evangelisiert zu haben. Bei einer Verurteilung hätte ihm die Todesstrafe gedroht.

Solidarität für Hamid Pourmand

Das Hilfswerk Open Doors (Kelkheim bei Frankfurt) rief Christen weltweit zur Solidarität auf und initiierte eine Unterschriftenaktion an die iranische Botschaft. Hunderte Christen schrieben dem Laienpastor einer Assembly of God - Gemeinde in Bandar-i Bushehr ermutigende Briefe und Karten ins Gefängnis und beteten für seine Freilassung. Christen unterstützen seine Frau, die aus einer assyrisch-christlichen Familie stammt, und die beiden jugendlichen Söhne. Nach Pourmands unehrenhafter Entlassung aus der Armee mussten sie die Dienstwohnung verlassen und fügten über keinerlei Einkommen.

Konvertiten treffen sich aus Angst vor Repressalien in geheimen Hausgemeinden

Pourmand wurde am 9. September 2004 in der Nähe von Teheran bei einer Durchsuchung des Geheimdienstes mit weiteren 85 Gemeindeleitern verhaftet. Bis auf Pourmand wurden alle wieder freigelassen.

Im Iran gilt der Islam als Staatreligion, dem 99 Prozent der 68 Millionen Menschen angehören. 300.000 Menschen sind Christen, wenngleich es weit mehr sein können. Trotz einiger Kirchen ethnischer Christen treffen sich Konvertiten aus Angst vor Repressalien in geheimen Hausgemeinden. Mission oder der Versuch, einen Muslim vom Islam abzubringen, sind verboten. Wer vom Islam abfällt ("Apostasie"), dem droht die Todesstrafe.

Iranischer Präsident Ahmadinedschad will die Hausgemeinde-Bewegung stoppen

Unter Präsident Ahmadinedschad wird es Christen im Iran schlechter denn je gehen. Denn er will die Hausgemeinde-Bewegung stoppen, zu der viele Konvertiten gehören. Ethnischen Christen, also keine ehemaligen Muslime, ist es verboten, mit "Abtrünnigen" zusammen zu sein oder ihnen zu helfen.

Im November 2005 wurde ein Gemeindeleiter ermordet, zehn weitere verhaftet, nachdem der Präsident öffentlich verkündigte: "Ich werde das Christentum in diesem Land stoppen." mehr

Aus Sicherheitskreisen heißt es, dass christliche Aktivitäten außer Kontrolle geraten seien und gegen die Verbreitung christlicher Literatur und Medien etwas getan werden müsse.

Im Juli 2006 wurde wieder ein Konvertit verhaftet. Offiziell soll der 31-jährige Issa Motamedi Mojdehi mit Drogen gehandelt haben. Doch wie ein Geheimdienstmitarbeiter unter Berufung auf die vertrauliche Gerichtsakte Motamedi Mojdehis sagte, sei sein wahres Verbrechen, den Islam verlassen zu haben. Sollte er seinem christlichen Glauben nicht abschwören und zum Islam zurückkehren, so die Beamten, werde er im Gefängnis bleiben und möglicherweise hingerichtet.

Open Doors betreut verfolgte Christen in 45 Ländern

Zur Open Doors - Website (in neuem Fenster)In rund 45 Ländern versorgt Open Doors Christen, die aufgrund ihres Glaubens benachteiligt oder verfolgt werden, mit Bibeln, christlicher Literatur, bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. In der freien Welt hält das Werk Vorträge und Veranstaltungen u.a. in Kirchen und Gemeinden, um für das Thema Christenverfolgung zu sensibilisieren und zum Gebet für die verfolgte Kirche aufzurufen. Die Arbeit von Open Doors wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.

Christen sind heute die weltweit am stärksten verfolgte Glaubensgruppe

Christen sind heute die weltweit am stärksten verfolgte Glaubensgruppe. Millionen Menschen leiden wegen ihres Glaubens unter Benachteiligungen oder Verfolgungen – sei es in islamischen Ländern, totalitären Staaten oder in Gebieten, in denen Gewalt herrscht.

Christen gelten häufig als Bürger zweiter Klasse, denen selbst humanitäre Grundrechte verweigert werden.

Open Doors führt unter www.opendoors-de.org einen "Weltverfolgungsindex". Sie enthält eine Liste von 50 Ländern, klassiert nach dem Mass der Christenverfolgung. Sie enthält die 50 Länder wo die Christen am meisten verfolgt werden.

Weltverfolgungsindex von Open Doors

So., 12. November, ist Gebetstag für verfolgte Christen

Am 12. November 2006 ist wieder der Weltweite Gebetstag für verfolgte Christen. Open Doors, Kelkheim ruft dazu auf, den Sonntagsgottesdienst am 12. November oder einen zeitnahen Termin dafür zu nutzen, für verfolgte Christen zu beten. Im Zentrum stehen in diesem Jahr Nordkorea und der Iran. mehr unter www.opendoors-de.org

Quelle: Pressemitteilung von Open Doors, Kelkheim, 13.09.2006

Autor: Uwe Schütz

 

 

 

 

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167.000 Christen wegen ihres Glaubens getötet

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