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Das Kalenderblatt

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KW 17 / 2006

Eine Kalenderwoche weiter
 

Der GAU

Vor 20 Jahren: Der größte anzunehmende Unfall (GAU)

GAU im KKW Tschernobyl / Ukraine
Das Kernkraftwerk bei Tschernobyl (heute Ukarine) nach der Explosion des Reaktorblocks IV am 26.04.1986

Am 26.04.1986 gerät der Reaktorblock IV des Kernkraftwerks Tschernobyl (ukrainisch: Tschornobyl) angeblich durch eine Kette von Bedienungsfehlern außer Kontrolle. Durch zwei Explosionen und durch den Reaktorbrand wird die 30- bis 40-fache Menge an Radioaktivität freigesetzt wie bei der Hiroschima-Bombe.

Am Tag danach werden 45.000 Menschen aus der unmittelbaren Umgebung evakuiert, eine Woche später weitere 90.000 aus der 30-Kilometer-Zone. Zunächst unbemerkt zieht eine radioaktive Wolke über große Teile Europas hinweg und versetzt schließlich auch viele in Deutschland in Panik.

Alle drei noch funktionsfähigen Blöcke werden nach dem Ende der Aufräumarbeiten wieder hochgefahren. Der zweite Reaktorblock wird 1991 nach einem Feuer in der Turbinenhalle abgeschaltet. Block 1 folgt am Ende 1997, Block 3 im Dezember 2000.

Unter großem internationalen Druck und großen Geldzusagen schaltet die Ukraine den letzten Reaktorblock 14 Jahre nach dem GAU (2000) entgültig ab. Der havarierte Reaktorblock (Block 4) ist heute durch einen provisorischen, durchlässigen "Sarkophag" gedeckelt.

Schlagzeile in BILD
Schlagzeile in BILD

 

Bis heute ist eine sachliche Diskussion um die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und um die friedliche Nutzung von Kernenergie kaum möglich, und die Grenzen zwischen sachlicher Information, gezielter Verharmlosung und absichtlich geschürter Verängstigung fließend.

Der Reaktorbrand von "Tschernobyl" gilt als die größte Katastrophe in der zivilen Nutzung der Kernenergie, obwohl sich am 29.09.1957 im sowjetischen Nuklearzentrum Majak (früher als Tscheljabinsk-65 bezeichnet) bei Kyschtym im Süden des Ural ein größerer nuklearer Unfall ereignete, der 30 Jahre vor der Weltöffentlichkeit geheim gehalten wurde.

* * *

Der allergrößte GAU passierte meines Erachtens jedoch schon zu Beginn der Menschheitsgeschichte: Schon die ersten Menschen rebellierten gegen ihren Schöpfer. Die Konsequenz war, dass sie von Gott getrennt wurden und dem Fürsten dieser Welt ausgeliefert wurden. Die Folgen der zerstörten Beziehung zu Gott sind Neid, Hass, Betrug, Krankheit und Tod. Sie treten in jeder neuen Generation wieder auf.

Paulus schrieb zu diesem Thema an die damals noch junge Gemeinde in Rom:

Durch die Sünde eines Menschen - Adam -
sind alle Menschen in Tod und Verderben geraten.

Aber durch die Erlösungstat eines Menschen - Christus -
haben alle die Chance zu einem neuen Leben mit Gott.
Römerbrief Kapitel 5, Vers 18
Uwe Schütz

mehr bei uns zum Thema Kernenergie:
1. "Atom"-Strom in Deutschland
1. Kernreaktor - Atomstrom - Segen oder Fluch ?
Vielleicht eine Folge von "Tschernobyl" : Das Aus für Wiederaufbereitung von "Atommüll" in Deutschland

 

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