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Bald keine Christen mehr im Heiligen Land

Experten sprechen von systematische Verfolgung christlicher Araber in den PA-Gebieten

04.12.07: Die ohnehin schrumpfende Zahl von Christen in den Palästinensergebieten wird weiter abnehmen. Davon ist der Anwalt für Menschenrechte und Stipendiat am Jerusalemer Zentrum für "öffentliche Angelegenheiten", Justus Reid Weiner, überzeugt. In 15 Jahren wird es keine Christen mehr dort geben, so der Publizist.

Weiner, der Internationales Recht an der Hebräischen Universität in Jerusalem lehrt, sprach am Montag vor dem Jerusalemer Zentrum für "öffentliche Angelegenheiten". "Die systematische Verfolgung christlicher Araber, die in den Palästinensergebieten leben, wird mit einem Schweigen von der internationalen Gemeinschaft bedacht", so Weiner. Weder Menschenrechtsaktivisten noch die Medien oder Nichtregierungsorganisationen kümmerten sich um dieses Problem.

Hinzu kämen wirtschaftliche Nachteile für Christen. Binnen der nächsten 15 Jahre werde es daher keine Christen mehr im Heiligen Land geben, warnte Weiner. "Christliche Führer müssen ihre Gemeindemitglieder aufgrund der Macht des radikalen Islam verlassen", sagte Weiner.

Zahl der Christen in den Palästinensergebieten sinkt stetig

Der Anteil der Christen an der palästinensischen Bevölkerung im Westjordanland und im Gazastreifen ist Schätzungen zufolge in den vergangenen 50 Jahren von 15 auf 1,5 Prozent gesunken. Besonders zeige sich der "Exodus" von Christen in der Stadt Bethlehem, die nach den Oslo-Abkommen vollständig unter palästinensische Herrschaft kam. In der Stadt mit 30.000 Einwohnern sind weniger als 20 Prozent Christen. Früher bildeten Christen die Mehrheit.

Weiner misst dabei der israelischen Sicherheitspolitik einen geringen Effekt zu. Der Sicherheitszaun im Westjordanland, der palästinensische Attentäter abhält, und der israelisch-palästinensische Konflikt wird von vielen palästinensischen Christen als Grund für die zunehmende Emigration von Christen genannt. Doch die "öffentlichen Erklärungen" der Christen im Heiligen Land, die "das Lied der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA)" sängen, stünden den alltäglichen Erfahrungen der normalen Bürger "180 Grad entgegengesetzt", so Weiner. Die PA mache stets Israel für die Missstände der arabischen Christen verantwortlich. "Die Wahrheit kommt langsam heraus", sagte Weiner, "die Frage ist nur, wie man damit umgeht."

Notlage der arabischen Christen wird international komplett ignoriert

Auch der Leiter der Internationalen Christlichen Botschaft in Jerusalem, Malcolm Hedding, sagte laut einem Bericht der "Jerusalem Post": "Schon zu lange wird die Notlage der arabischen Christen unter Verschluss gehalten und komplett ignoriert." Der evangelikale Leiter ist der Meinung, dass "Machtspielchen" die meisten Christen in Israel davon abhielten, dieses Thema öffentlich anzusprechen. "Wir haben hier eine einseitige Debatte, bei der Israel für alles verantwortlich gemacht werden soll. Die christliche Welt muss aufstehen und sich dagegen aussprechen", so Hedding.

Quelle: Israelnetz.de-Newsletter vom 04.12.2007

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