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AREF-News

Den Opfern Würde und Individualität zurückgeben

Deutschland spendet Yad Vashem 350.000 € für Archivierungsprojekt

24.05.2005: Die Bundesregierung hat der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem 350.000 Euro für ein gemeinsames Archivierungsprojekt zur Verfügung gestellt - Bundesjustizministerin Brigitte Zypries übergab bei ihrem Israel-Besuch am Montag dem Leiter der Gedenkstätte einen entsprechenden Scheck.

Mit dem Geld wird ein Archivierungsprojekt unterstützt, das von Yad Vashem und dem Institut für Zeitgeschichte in München durchgeführt wird. Bei diesem Projekt, das auf sechs Jahre angelegt ist, werden Dokumente über die Verfolgung der Juden in der Nazizeit in Deutschland und neu zugänglich gewordene Quellen in Osteuropa identifiziert und verfilmt.

Die Bundesregierung hat das Projekt seit 1999 mit bislang insgesamt 2,2 Mio. Euro.

Am 1. Februar hatte Bundespräsident Horst Köhler die Gedenkstätte besucht. Am Tag darauf sagte er in seiner Rede vor der Knesset, dem isralischen Parlament:

"Gestern habe ich Yad Vashem besucht, den Ort, an dem die Erinnerung bewahrt und den Ermordeten ein Name gegeben wird. Ich habe die Stimme gehört, die die Namen der ermordeten Kinder nennt. Sie gibt den Toten jene Würde und Individualität zurück, die ihnen die Nationalsozialisten nehmen wollten. Yad Vashem macht aus anonymen Nummern wieder einzigartige Menschen. Yad Vashem ist ein Ort der Trauer und des Gedenkens. Yad Vashem ist aber auch ein Ort der Menschlichkeit und der Hoffnung, so habe ich das empfunden." mehr

Quelle: Israelnetz.de-Newsletter

Uwe Schütz, 24.05.2005

mehr bei uns:
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Wiedergutmachung / Entschädigung für jüdische NS-Opfer
Berliner Holocaust-Mahnmal
Begriffe : Holocaust und Shoa


 

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