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Ethischer Dammbruch befürchtet

Ev. Arbeitskreis der CSU fordert EU-weites Klonverbot

Vor dem Hintergrund der Meldungen über die erste Genehmigung des therapeutischen Klonens in Europa für das "Centre for Life" der Universität Newcastle (Großbritannien) erklärt der Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CSU Nürnberg-Fürth-Schwabach, Harald Häßler, stellv. EAK-Landesvorsitzender:

"Der EAK sieht im Startschuss zum therapeutischen Klonen beim Menschen in Großbritannien einen zutiefst bestürzenden ethischen Dammbruch! Die britische Klon-Genehmigung ist nicht nur als ein fatales Signal für das Zusammenwachsen der EU als Wertegemeinschaft, sondern auch ein schwerer Rückschlag für die weltweiten Bemühungen um den konsequenten Schutz des Lebens und der Würde des Menschen. Hier ist nach unserer Auffassung die entscheidende Grenzüberschreitung zur völligen Verzwecklichung und Instrumentalisierung des Menschen vollzogen.

Es ist empörend, dass menschliches Leben eigens zu Forschungszwecken erzeugt und vernichtet werden soll. Dies widerspricht in eindeutiger Weise nicht nur grundlegend dem christlichen Menschenbild, sondern fällt auch noch hinter die humanistisch-abendländischen Traditionen Europas zurück. Der Weg des therapeutischen Klonens ist und bleibt als ein Irrweg eines die Menschenwürde antastenden Forschens zu werten und darf darum weder im Namen der Forschungsfreiheit vorgenommen noch mit dem Pathos der hehren Krankheitsbekämpfung gerechtfertigt werden.

Europa steht jetzt ethisch am Scheidewege: der EAK der CSU fordert daher Bundeskanzler Schröder und Außenminister Fischer auf, alle Hebel in Bewegung zu setzen, ein Verbot sämtlicher Formen des Klonens in Europa und weltweit durchzusetzen!"

Quelle: EAK-Pressemitteilung vom 15.08.2004

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Autor dieser Seite: Uwe Schütz, 17.08.2004