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"Goldbibel" zum Nikolaustag

Die "Goldbibel" erweist sich als herausragendes Produkt im Weihnachtsgeschäft

Weltbild-Geschäftsführer Carel Halff (links) und Florian von Heintze, BILD-Chefredaktion, präsentieren die "Goldbibel" mit wertvollem Messingeinband auf der Frankfurter Buchmesse 2005
Foto: Pressebild der Verlagsgruppe Weltbild

18.12.05: Herausragendes Produkt im Weihnachtsgeschäft 2005 war die "Goldbibel", eine hochwertige Bibelausgabe mit aufwändig geprägtem Messingeinband, die der Verlag gemeinsam mit der Tageszeitung "Bild" am Nikolaustag herausbrachte. "Wir freuen uns über die großartige Aufmerksamkeit für das Wort Gottes", so der Weltbild-Geschäftsführer Carel Halff. Die Nachfrage nach dieser Bibelausgabe übertreffe alle Erwartungen und Erfahrungen. "Die Zahl der Kunden, die die "Goldbibel" kaufen wollen, liegt im hohen sechsstelligen Bereich. Schon eine Woche nach Erscheinen waren alle Exemplare ausverkauft."

FAZ kritisiert Allianz von Kirchen und Bild-Zeitung

Dass Papst Benedikt XVI. die von der Bild-Zeitung (Hamburg) und dem Weltbild-Verlag (Augsburg) herausgegebene "Gold-Bibel" in Rom persönlich von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann entgegengenommen hat, stößt auf scharfe Kritik bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Es werde das Geheimnis des Theologen Joseph Ratzinger bleiben, was er an der Aktion dieses Blattes Gutes finden könne, in dem Tag für Tag "die Welt der Sexkiller und der verlassenen Ehefrauen, der durchgeschnittenen Kehlen und der weggespritzten Falten und silikongefüllten Busen dargestellt wird", schreibt FAZ-Redakteur Daniel Deckers.

Auch der Umstand, dass der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann (Mainz), und der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), im vorigen Jahr das Vorwort zur "Volks-Bibel" der Bild-Zeitung geschrieben hatten, das jetzt in der "Gold-Bibel" nachgedruckt wurde, ist für Decker nicht nachvollziehbar. "Die Frage ist, was in unseren Kirchen vorgeht, wenn sie nicht dem Wort, das ihnen anvertraut ist, zu Glanz verhelfen, sondern in Publikationen werben, die sich sonst herzlich wenig um die christliche Botschaft scheren."

Illustrierte "Stern": Wer sich gegen "Bild" wehrt, muss Strafaktionen fürchten

Die Illustrierte "Stern" (Hamburg) setzt sich ebenfalls kritisch mit "Bild" auseinander und geht auf neun Seiten der Frage nach, wie das Blatt Prominente und Politiker behandelt. Fazit über die Boulevard-Zeitung: "Sie erfindet Geschichten, TV-Stars und Politiker fühlen sich unter Druck gesetzt. Wer sich wehrt, fürchtet Strafaktionen." Als Beispiel nennt die Illustrierte den "Zeit"-Herausgeber Michael Naumann. Dieser hatte "Bild" in einem Kommentar als das "Geschlechtsteil der deutschen Massenmedien" bezeichnet.

Nach Veröffentlichung dieses Kommentars haben sich nach Aussage Naumanns in seiner Nachbarschaft wiederholt Leute über ihn erkundigt, die sich als Bild-Mitarbeiter ausgegeben hätten. Auf seine Beschwerde bei der Bild-Chefredaktion antwortete Kai Diekmann: "Die Bild-Zeitung geht momentan einigen Fragenkomplexen nach, bei denen auch Ihre Person eine Rolle spielt." Ein Bild-Sprecher sagte dazu, es handele sich um Recherchen im Zusammenhang mit Naumanns früherer Tätigkeit als Kulturstaatsminister.

Quellen: weltbild-presseinfo und kath.net

AREF, 18.12.2005

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