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Containerhaft in Eritrea

Aus Lagerhaft geflohene Christen berichten über Haftzeit

28.06.2011: Im diktatorisch regierten Eritrea sind derzeit rund 1.500 Christen aufgrund ihres Glaubens in Militärlagern, unterirdischen Zellen und Frachtcontainern eingesperrt. Dort sind sie Folter und Misshandlung ausgesetzt. Dies berichteten einheimische Kirchenleiter dem Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors. Mindestens 16 Christen sind nach Erkenntnissen von Open Doors seit 2002 in Lagerhaft verstorben. Praxis des Staates ist, schwerkranke Gefangene, deren Ableben bald zu erwarten ist, zu entlassen. Damit will der Staat vermeiden, für ihren Tod verantwortlich zu sein. Open Doors bittet, für die Christen in Eritrea zu beten und insbesonders für Gefangene und ihre Familien.

Ein Mitarbeiter des international tätigen Werkes traf vor Kurzem drei Christen, denen die Flucht aus einem Gefangenenlager gelang. John Wolde und Paul Kiros waren u.a. über ein Jahr in einem Frachtcontainer eingesperrt. Peter Selam berichtete von menschenunwürdigen Haftbedingungen. Das Trinkwasser sei verschmutzt gewesen und machte die ohnehin durch Zwangsarbeit und Hunger geschwächten Häftlinge krank. Wie Peter Selam weiter ausführte, wurden Knochenbrüche nach schweren Misshandlungen durch Wärter ärztlich nicht versorgt. Viele Gefangene seien an Folterverletzungen gestorben. Mehrmals boten Sicherheitskräfte den Christen die Freilassung an. Dazu hätten sie lediglich ein Dokument unterzeichnen müssen, mit dem sie ihren christlichen Glauben widerrufen. In den neun bzw. acht Jahren ihrer Gefangenschaft weigerten sich die Männer immer wieder, den Widerruf zu unterzeichnen.

Eritrea ist Schwerpunkt des Gebetstages für verfolgte Christen

Auf dem Open Doors-Weltverfolgungsindex 2011 belegt das ostafrikanische Land Platz 12 in der Liste der Staaten, in denen Christen weltweit am stärksten verfolgt werden. Am 13. November ist Eritrea auch ein Schwerpunkt des "Weltweiten Gebetstages für verfolgte Christen".

Seit Jahren ruft das Hilfswerk gemeinsam mit der Weltweiten Evangelischen Allianz zu diesem Gebetstag auf. Für Gemeinden, die sich daran beteiligen möchten, stellt Open Doors zur Vorbereitung von Gottesdiensten kostenloses Material mit Kurzfilmen, Lebensberichten und Gebetsanliegen zur Verfügung.

Autor dieser Webseite: Uwe Schütz

 

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