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Wahlprüfsteine - www.werte-waehlen.de

Alle großen Parteien haben sich zu den "Wahlprüfsteinen" geäußert

Alle großen Parteien im Land und auch einige der kleineren haben sich zu den Themen der Wahlprüfsteine geäußert, meldet der Arbeitskreis Politik der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA). Darüber hätten über 100 Kandidaten einzeln Stellung bezogen.

"Damit wollen wir zunächst Christen überzeugen, dass sie überhaupt zur Wahl gehen; aber auch, dass sie immer mehr entdecken und lernen, dass die politische Mitverantwortung in diesem Land nicht nur eine Aufgabe einer politischen Klasse sein kann sondern es geradezu eine existenzielle Frage ist, grundsätzlich die Wahrnehmung politischer Verantwortung durch Alle neu in den Blickpunkt zu rücken", sagt Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz e.V.

Die Ergebnisse gibt es unter www.werte-waehlen.de

Aufruf zum Gebet für die Bundestagswahl

Gleichzeitig ruft die Deutsche Evangelische Allianz zur Fürbitte für die Wahl auf: "Wir wollen vor allem dafür beten, dass Gott uns viele Frauen und Männer in den Deutschen Bundestag sendet, die sich der Verantwortung vor IHM bewusst sind und sich von IHM leiten lassen wollen."

Kritik aus den Reihen der CDU

Die Wahlprüfsteine der evangelischen Allianz hätten höhere Anforderungen an Politiker als an Bischöfe.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende im sächsischen Landtag, Fritz Hähle (Grüna bei Chemnitz) hat die Wahlprüfsteine der Deutschen Evangelischen Allianz kritisiert. Sie verlangten mit ihren hohen ethischen Anforderungen Politikern mehr ab als Kirchen, beispielsweise im Blick auf die Abtreibung oder den Schutz der traditionellen Ehe.

"Müssten nicht manche Bischöfe, Pfarrer oder Synodenmitglieder abgewählt oder abgesetzt werden, wenn man sie an den Wahlprüfsteinen der Bibel messen würde?", fragt der Pietist. Er warnt davor, Christen in der Politik zu überfordern.

Hähle bezieht sich auf den Fragebogen, der die Haltung von Kandidaten der Bundestagswahl zu den Zehn Geboten ermitteln will. Als Ergebnis können laut Hähle beispielsweise CDU-Bewerber, die evangelikalen Erwartungen nicht genügen, für Christen als nicht wählbar erscheinen. Davon profitiere in den neuen Bundesländern vor allem die Linkspartei.PDS, deren Programm und Politik christlichen Wertvorstellungen völlig widerspreche. Auch Stimmen für die Kandidaten christlicher Kleinparteien wie die "Partei Bibeltreuer Christen" oder die "Christliche Mitte" bewirkten in der Regel nichts, weil sie unter der Fünf-Prozent-Hürde blieben. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin idea.

Zu wenige Christen engagieren sich in den Parteien

Hähle bedauert, dass sich zu wenige Bürger in politischen Parteien engagieren, "Christen eingeschlossen". Die meisten kritisierten nur. Dabei reichten zehn Prozent der sächsischen Protestanten aus, um den CDU-Landesverband nach ihren Vorstellungen inhaltlich und personell zu prägen. Wenn aber 90 Prozent der Christen ein politisches Engagement ablehnten, könne man der CDU nicht vorwerfen, angeblich wenig christlich zu sein.

Zerstörung gesellschaftlicher Säulen ist nur schwer zu korrigieren

Laut Hähle stehen besonders Evangelikale in der Gefahr, Christen in politischer Verantwortung zu überfordern. Auch nach einem eventuellen Wahlsieg der Union werde sich das Wertebewusstsein in der Gesellschaft nicht schlagartig ändern. Die Zerstörung tragender gesellschaftlicher Säulen in den vergangenen Jahren lasse sich nur schwer zurücknehmen.

Autor: Uwe Schütz, AREF, 14.09.2005

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