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Hintergrund-Infos

Corrie ten Boom

Corrie ten Boom Lebenslauf

Tabellarischer Lebenslauf

1982
Corrie ten Boom, eigentlich Cornelia Johanna Arnolda ten Boom, wird am 15. April 1892 in Amsterdam als Tochter von Casper ten Boom geboren.
1920
Ab 1920 erlernt Corrie in Basel Uhrmacherin
1924
1924 ist sie die erste Frau der Niederlande mit Uhrmacher-Diplom. Danach arbeitet sie im Geschäft des Vaters in Haarlem, Barteljorisstraat 19. Das Haus der ten Booms ist auch Anlaufstelle für Menschen in Not.
1940
1940 erreicht der 2. Weltkrieg die Niederlande. Die deutsche Wehrmacht marschiert m Mai dort ein.
1942

Ab 1942 bietet die Familie ten Boom von den Nazi Verfolgten Unterschlupf. Ständig sind sechs bis sieben Personen illegal in der Wohnung anwesend: vier Juden und zwei oder drei Mitglieder der Widerstandsbewegung. Außerdem halten sich immer einige Leute, die sich in Erwartung eines anderen ‚sicheren Hauses‘ nur ein paar Stunden oder einige Tage bei den Ten Booms auf. Obwohl es immer schwieriger wird, genügend für alle genügend Lebensmittel zu beschaffen, geht trotz Razzien zwei Jahre lang gut,

1944

Doch dann werden sie verraten. Am 28.02.1944 werden Casper (Corries Vater), Corrie und ihre Schwester Betsie von der Gestapo (Geheime Staatspolizei) verhaftet, ebenso Corries Bruder Willem, ihre Schwester Nollie und ihr Neffe Peter, die an jenem Tag ebenfalls im Haus waren.

Obwohl die Gestapo das Haus gründlich durchsucht, finden sie das Versteck gentlich hinter einer zusätzlichen Wand im Schlafzimmer von Corrie nicht.

Aber die Gestapo findet zusätzliche Lebensmittelmarken und Materialien der Widerstandsbewegung in ihrem Haus.

In diesem ‚Versteck‘ waren zwei jüdische Männer, zwei jüdische Frauen und zwei Widerstandsmitglieder. Obwohl das Haus bewacht wird, gelingt es dem Widerstand nach 47 Stunden, sie zu befreien.

Corries Vater Casper ten Boom (84) stirbt nach 10 Tagen im Gefängnis von Scheveningen.

Corrie und Betsie verbringen insgesamt zehn Monate in verschiedenen Gefängnissen, zuletzt im berüchtigten Konzentrationslager Ravensbrück nahe Berlin. "Jeden Tag geschieht etwas anderes unbegreiflich Grausames", schreibt Corrie ten Boom später in ihrem Buch "Die Zuflucht".

Verzweifelt klammert sich Corrie an ihre Schwester. Betsie: "Wenn man Menschen lehren kann zu hassen, muss man ihnen auch lehren können, zu lieben. Wir müssen einen Weg dafür finden." So lesen sie den Mitgefangenen aus einer ins Lager geschmuggelten Bibel vor. Durch ihr Zeugnis kommen viele Frauen zum Glauben an Jesus Christus.

Eines Tages im Dezember sagt Betsie zu Corrie: „Gott hat mir heute Nacht ein Haus gezeigt, in dem wir nach dem Krieg KZ-geschädigte Menschen aufnehmen sollen. Wir werden noch vor Jahresende das Lager verlassen. Wir müssen dann allen Menschen erzählen: Kein Abgrund ist so tief, dass Gottes Liebe nicht hineinreicht. Die Menschen werden es uns glauben, weil wir es selbst erfahren haben.“ Zwei Tage später stirbt Betsie im Alter von 59 Jahren in Ravensbrück. Sie war zuletzt nur noch Haut und Knochen.

Corrie ten Boom wird kurz darauf aus dem KZ entlassen und kehrt nach Holland zurück.

1945

Nach dem Krieg gründete Corrie ten Boom Rehabilitationszentren für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und setzte sich für die Versöhnung zwischen Opfern und Tätern ein.

Christiaan, ein Neffe von Corrie, wurde 24-jährig als Strafe für seine Widerstandstätigkeiten ins KZ Bergen Belsen verschleppt und kehrte nicht mehr zurück. Corries Bruder Willem, ebenfalls Ringleiter in der Widerstandsbewegung, erkrankt im Gefängnis an Tuberkulose. Kurz nach dem Krieg stirbt er im Alter von sechzig Jahren an den Folgen.

Durch die Arbeit der Ten Booms und ihrer vielen Freunde sind etwa 800 Juden gerettet und viele Mitglieder des holländischen Widerstands geschützt worden.

Im Alter von 53 jahren beginnt sie ihren weltweiten Dienst. Sie bereist in den darauffolgenden 33 Jahren in mehr als 60 Länder. Für viele ungewohnt offen spricht sie über ihren Glauben an Jesus Christus.

1975
Der Spielfilm "Die Zuflucht" (Originaltitel "The Hiding Place") über die Kriegsjahre der ten Booms erscheint
1983
Nach längerer Krankheit stirbt Corrie ten Boom am 15. April 1983 in Orange, Kalifornien. Sie wird im Fairhaven Memorial Park in Santa Ana, Orange County, begraben.
   
  Das Haus von Familie ten Boom in Harlem ist heute das Corrie ten Boom-Museum. Unter www.corrietenboom.com/exhbits_de.html heißt es: "Ein Besuch dort nimmt Sie mit zurück in eine Zeit, in der das Haus von Liebe und Fröhlichkeit, Gebet und Lobpreis, Erbarmen und Hingabe erfüllt war. Corries Geschichte in ihrem eigenen Haus zu hören ist eine lebensverändernde Erfahrung."
Corrie ten Boom
* 15.04.1892 in Amsterdam, † 15.04.1983, beerdigt in Santa Ana, Orange County, Kalifornien, USA

Autor dieser Webseite: Uwe Schütz


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