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Sonntag
gesendet am 20. September 2026 von Uwe Schütz
 

 

 

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Was sagt wikipedia.de über den Sonntag?

In „Der Sonntagsspaziergang von 1841 malt Carl Spitzweg den Widerspruch zwischen Naturbegeisterung und Naturferne in der bürgerlichen Wirklichkeit

Der Sonntag ist der siebte und somit der letzte Tag einer Kalenderwoche. So ist es im internationalen Standard ISO 8601 festgelegt und so sieht man es auf den Wochen- und Monatskalendern.

Seinen Namen bekam der Sonntag bereits in der Antike: Es war der 2. Tag der Planetenwoche und als „Tag der Sonne“ dem Sonnengott geweiht. Im Judentum beginnt die Kalenderwoche mit dem Sonntag und endet mit dem Schabbat als Ruhetag. Die Berichte von der Auferstehung Jesu erinnern noch daran. So heißt es bei Matthäus: „Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria Magdalena und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.“ (Matth.28,1)

Mit der Christianisierung des Römischen Reichs erklärte Kaiser Konstantin (I.) 321 den Sonntag zum verpflichtenden Feiertag. Seitdem der Sonntag als 7. Tag der Woche gilt und der Montag als 1. Tag, ist der Mittwoch nicht mehr die Mitte der Woche.

In den romanischen Sprachen hat sich mit Bezug auf die Auferstehung Jesu für den Sonntag die Bezeichnung „Tag des Herrn“ durchgesetzt, italienisch „Domenica“ und französisch „Dimanche“.

Bis heute ist Sonntagsruhe bei uns gesetzlich geregelt und durch Artikel 140 / Grundgesetz besonders geschützt. Sie hat ihren Ursprung im Sabbatgebot im jüdischen Tanach bzw. dem 2. Buch Mose der Bibel. Das Gebot fordert Arbeitsruhe – sogar für Tiere.

Im Neuen Testament der Bibel gibt es diese Vorschrift nicht. Als die Jünger Jesu am Sabbat in einem Getreidefeld Ähren abzupften und die Getreidekörner aßen, wollten besonders fromme Juden Jesus belehren und sagten: »Sieh dir das an! Was sie tun, ist am Sabbat doch gar nicht erlaubt!« Jesus erinnerte die Juden daran, was König David tat, als er und seine Männer in Not gerieten und Hunger hatten. Und er fügte hinzu: »Der Sabbat wurde doch für den Menschen geschaffen und nicht der Mensch für den Sabbat.« (Markus 2, 27 nach Hoffnung für alle)

 

 

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Kommentar zum Sonntagsschutz

Slogan "SONNTAG ein Geschenk des Himmels"
Quelle: Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern kda-bayern.de

In Bayern gilt gemäß dem „Gesetz über den Schutz der Sonn- und Feiertage“ von 0:00 bis 24:00 Uhr eine Sonntagsruhe. Verboten sind - soweit ein Gesetz nichts anderes bestimmt - alle „öffentlich bemerkbaren Arbeiten, die geeignet sind, die Feiertagsruhe zu beeinträchtigen“, also z. B. Rasenmähen, laute Bauarbeiten oder gewerblicher Lärm. Ausgenommen sind unaufschiebbare Arbeiten zur Abwendung von Gefahren oder Schäden. Während der ortsüblichen Gottesdienstzeiten ist außerdem vermeidbarer Lärm in der Nähe verboten. Erlaubt sind jedoch Sportveranstaltungen.

Der Sonntag soll nach Artikel 140 / Grundgesetz der Erholung und „der seelischen Erhebung“ dienen. Doch seitdem mit der Föderalismusreform im Jahre 2006 das Ladenschlussgesetz Sache der Bundesländer ist, kann man eine schleichende Aushöhlung des Grundgesetzes beobachten. So variiert die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage pro Jahr in den verschiedenen Bundesländern zwischen 3 und 8.

Die Verordnungen sprechen gerne von „Beschäftigung von Arbeitnehmern an Sonn- und Feiertagen zur Befriedigung von Bedürfnissen der Bevölkerung“. Ist es nicht bizarr, dass in Zeiten von Burnout und Work-Life-Balance der Sonntagsruhe immer weniger Bedeutung beigemessen wird? Menschen bekommen Depressionen, weil ihnen alles über den Kopf wächst. Und Freundschaften, Ehen und Familien zerbrechen auch deshalb, weil niemand für den anderen Zeit hat. Die Konsequenzen einer kompletten Abschaffung des letzten gemeinsamen „freien“ Tages kann man sich ausmalen.

Wer am Sonntag einkaufen geht, muss sich bewusst machen, dass er damit die Abschaffung der Sonntagsruhe fördert. Deshalb liegt der Schutz des Sonntags letztlich nicht in der Verantwortung der Politik, sondern in unserer Verantwortung. Und eines ist klar: Ohne Sonntage gibt es nur noch Werktage!

 

 

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Ein Extrem-Bergsteiger findet zu Gott

Steve Kröger hat als Extrem-Bergsteiger zu Gott gefunden
„Durch Abenteuer habe ich zu mir selbst gefunden - und zu Gott“
Foto: privat, www.stevekroeger.com/

Steve Kröger ist ein gefragter Redner und coacht Führungskräfte großer Firmen in Fragen von Motivation und Führung. In seiner Freizeit versucht er zwischen 2007 und 2014, auf jedem Kontinent den höchsten Gipfel zu besteigen. 250.000 Euro hat er bereits dafür ausgegeben.

Immer öfter fragt er sich, wie es weiter gehen soll, wenn er sein Ziel erreicht hat. Bei der Besteigung des Mount Everest im Himalaya, dem höchsten Berg der Erde (8.848 m), sagt ihm eine innere Stimme: „Es ist zu gefährlich“, und er bricht die Besteigung ab. Zwei Tage später kommen dort 16 Bergsteiger in einer Lawine ums Leben. Und in Alaska wird ihm kurz vor dem Gipfel klar „Ich will nicht mehr“ und er kehrt um.

Äußerlich ist Steve Kröger auf dem Höhepunkt seiner beruflichen Karriere, doch innerlich fühlt er sich erschöpft und leer. Obwohl er aus der Kirche ausgetreten ist, geht er zu Hause in seinem Büro in Hamburg auf die Knie und betet: „Lieber Gott, wenn du eine Idee für mein Leben hast, dann bin ich jetzt bereit, sie zu hören!“ Noch am selben Tag gibt er sein Leben im Gebet in Gottes Hand.

Seitdem fühlt er sich gehalten, geliebt und geführt. Das Gipfelstürmen habe ihn nicht näher zu Gott gebracht, sagt er und erkennt, dass er innehalten und auf Gott hören soll. Ihm wird bewusst, dass die Seilschaft mit anderen Bergsteigern ihn vor Abstürzen bewahrte und dass er so eine Seilschaft auch für ein Leben mit Gott braucht. Deshalb schließt er sich einer christlichen Gemeinde an.

So wie er früher sein Taschenmesser dabei hatte, hat er heute eine kleine Bibel dabei. In seine Vorträge baut er einen Abschnitt ein, in dem er sagt, dass das Prinzip „höher, schneller, weiter“ nicht trägt, sondern dass es einen Halt braucht – so wie er ihn gefunden hat.

 


Autor: Uwe Schütz
Sprecher: Heiko Müller

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