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Matthäus 23, 8-10 gesendet am 15.07.2007 von Jens R. Göbel
 

Mit dem christlichen Glauben ist das so eine Sache. Was Jesus über ein liebevolles Miteinander sagt, ist ja klasse. Ein Stein des Anstoßes sind allerdings immer wieder die Institutionen, die Kirchen. Die müssten doch eigentlich das Zentrum allen liebevollen Umgangs sein. Bisweilen ist das allerdings nur wenig erkennbar: Ein Gerangel um Amt und Status, strenge Hierarchien, Gehorsam auch in Gewissensfragen. Muss das so sein?

Jesus beschreibt Kirche an einer Stelle so:

"Ihr aber, lasst ihr euch nicht Rabbi nennen;
denn einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder.
Ihr sollt auch nicht [jemanden] auf der Erde euren Vater nennen;
denn einer ist euer Vater, [nämlich] der im Himmel.
Lasst euch auch nicht Meister nennen;
denn einer ist euer Meister, der Christus."

Matthäus 23, 8-10

Das sieht nach einer eindeutigen Rollenverteilung aus: Das Oberhaupt der Kirche ist Jesus selbst. Er definiert die Lehre, er sagt wo es lang geht. Damit gilt ihm letztlich unser Gehorsam (Apostelgeschichte 5,29).

Für uns Christen zeichnet Jesus das Bild einer Familie. Wir sollen brüderlich zusammenleben. Frauen natürlich eingeschlossen. Als Geschwister im Glauben stehen wir Gott - unserem geistlichen Vater - natürlich potentiell alle gleich nah. So wie es in einer gesunden Familie keine Kinder erster und zweiter Klasse gibt, so soll es das auch nicht unter Christen geben. Im Grunde sagt Jesus hier, dass wir von keiner menschlichen Organisation abhängig sind. Gott füllt alle wesentlichen Positionen selber aus. Er ist Lehrer, Heiliger Vater und Meister. Menschliche Mittler sind nicht notwendig (Johannes 17,11; 1. Timotheus 2,5).

Natürlich braucht es eine gewisse Organisation, insbesondere auch Lehrern, um die Gemeinschaft sowohl persönlich, als auch an Zahl wachsen zu lassen. Solche Ämter versteht die Bibel allerdings als dienende Funktion, nach den Vorgaben Jesu. Geführt wird in erster Linie durch das eigene Vorbild (Matthäus 23,11; Lukas 22,25.26; 2. Korinther 1,24; 1. Petrus 5,2.3).

Das klingt doch nach Kirche, in der man sich wohl fühlen kann. Es liegt an uns, das mutig umzusetzen.

Jens R. Göbel, 12.07.2007

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