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Bibelflash
Markus 11, 22-24
gesendet am 20.05.2007 von Dr. Hans Frisch
 

Glaube versetzt Berge -, so sagt man, wenn jemand mit Vertrauen und Zuversicht größte Schwierigkeiten überwunden hat. Die Redensart stammt aus dem Neuen Testament:

Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen:
Habt Glauben an Gott!

Wahrlich, ich sage euch:
Wer zu diesem Berge spräche: Heb dich und wirf dich ins Meer!,
und zweifelte nicht in seinem Herzen,
sondern glaubte, dass geschehen werde, was er sagt,
so wird's ihm geschehen.

Darum sage ich euch:
Alles, was ihr bittet in eurem Gebet,
glaubt nur, dass ihr's empfangt,
so wird's euch zuteil werden.

Markus 11, 22-24

Auch an anderen Stellen redet Jesus vom Glauben, der Berge versetzt, einmal von einem Maulbeerbaum, der sich ausreißt und ins Meer versetzt. Wahrscheinlich war es damals schon eine Redensart. „Bergeversetzer“ wurden gute Lehrer genannt, die Schwierigkeiten des Verstehens beiseite räumen konnten. Also, wir werden nicht aufgefordert, in einen Zauberwettkampf mit Harry Potter einzutreten, sondern zu glauben!

Die Verse stammen aus der Erzählung vom Feigenbaum, der verdorrte, weil Jesus ihn dazu verurteilte als er keine Frucht an ihm fand. Sie sind Antwort auf die Verwunderung der Jünger – „Habt Glauben!“

Das war nach dem Einzug in Jerusalem am Palmsonntag, also einige Tage vor der Kreuzigung. Jesus wollte sich Gott im Tod anvertrauen, und glaubte, dass er ihn aus dem Grab erwecken wird.

Ein so starker Glaube wird, Gott sei dank, von uns nicht erwartet, aber vor den Bergen, die sich manchmal vor uns auftürmen, brauchen wir nicht kleingläubig zu kapitulieren. „Glaubt nur, dass ihr es empfangt, so wird es euch zuteil!“

Ich habe so einen Zuspruch nötig, und mancher Berg ist schon vor mir verschwunden - eigentlich könnte ich ja einfach beten und glauben, wenn ich wieder Hilfe brauche.

Dr. Hans Frisch

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