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Darky Green
Buchrezension
gesendet am 03.12.2006 von Heiko Müller
 

"Ist man dazu verdammt, so zu bleiben, wie man ist ?"

Diese Frage stellt der Einband des neuen Buches vom englischen Erfolgsautor Adrian Plass. Erschienen ist es beim Brendow-Verlag. Der Einband ist dunkelgrün, und der Titel heißt so wie Hauptfigur: Darky Green.

Darky wächst zu einem Teil bei seiner alleinerziehenden Mutter auf, die völlig mit ihm überfordert ist. Er steht oft schreiend im Kinderbett und niemand kümmert sich um die schon seit Tagen volle Windel. Im Pflegeheim erfährt er weiter, wie es ist, wenn keiner einen lobt und niemand einen liebt. In seiner Schulzeit wird er gehänselt und bekommt seinen Namen verpasst. So wird irgendwann aus Richard ein Darky Green. Und der schlägt sich allein durchs Leben. Muss er ja, völlig unwichtig und unbeachtet von seiner Umwelt bis zu dem Tag, als er einen ganzen Haufen Geld erbt.

Darky beginnt von nun an ein neues Machtspiel. Er erkennt, dass man sich Freunde kaufen kann, ohne auch nur ein bisschen auf Menschen einzugehen. Er ist gefürchtet in seiner Kleinstadt im Süden Eng-lands, und man ist gut beraten, sich lieber nicht mit ihm und seinen Gorillas anzulegen, die sehr nachtragend sind.
In dieser Kleinstadt leben auch vier Freunde. Tom, Beth, Lance und Olly. Eigentlich schneidet sich ih-re Welt überhaupt nicht mit der von Darky. Doch der hat neuerdings ein Auge auf Toms Freundin Beth geworfen. Und er meint, dass er sich mit seinem Geld an Toms Stelle setzen kann.
Die Geschichte wird gewalttätig und droht, außer Kontrolle zu geraten. Die Leser bekommen einen plastischen Einblick in die Welt des Darky Green und seiner Bande. Sie sind zugegen, wenn geschla-gen und milieugerecht geflucht wird.

Das Ende ist unerwartet, ein Showdown, und der bringt nicht nur die Leserschaft zum Nachdenken. Ins Deutsche hat dieses Buch Christian Rendel übersetzt, der auch mit Adrain Plass auf Tour unter-wegs ist. Und dieses Mal war es gar nicht so einfach, das Milieu authentisch zu übertragen, meint er:
(Zuspieler von Christian Rendel im Audio dabei)

Heiko Müller, AREF

Dies Buch im Online-Shop bei Gerth Medien,

mehr bei uns:
AREF-Interview mit Adrian Plass über "Darky Green"

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