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Bibelflash
Philadelphia
gesendet am 16.10.2005 von Wifried Brunner
 

Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht in der Gemeinde. Auch Philadelphia hat Post bekommen. Alles strebt zur Synagoge der kleinen Stadt im Inneren der heutigen Türkei. Der Brief soll von der Insel Patmos kommen, von Johannes, dem berühmten Jünger, dem Apostel des Herrn Jesus selbst.

Das kann doch eigentlich nur eins heißen: Jetzt bekommt auch die Gemeinde in Philadelphia "ihr Fett weg". Aber warum nur ? Ja gut, wenn die in Ephesus eines aufs Fell bekommen haben, das geht in Ordnung. Ich meine - Ephesus, die kaisertreue Stadt, die kaiserliche Tempelhüterin, da kann sich schließlich denken ...

Aber Philadelphia ? Philadelphia bewahrt die Worte de Herrn Jesus und verleugnet noch nicht seinen Namen ! Oder Pergamon, eine Hochburg für heidnische Religionen. Man denke nur an diesen unsäglkichen Schlangen-Heilkult. Aber Philadelphia ? In Philadelphia wartet man auf die Wiederkunft des Herrn Jesus.

Und was für eine Erleichterung. Genau das wird der Gemeinde dann auch bestätigt. Und doch, der Brief enthält auch eine Warnung: "Haltet fest, was ihr habt, damit euch niemand den Siegeskranz wegnimmt." Das könnte man so verstehen, als ob die Gemeinde den Kranz schon sicher hätte. Aber kein Wettläufer läuft mit Kranz, und Philadelphia ist definitiv noch nicht am Ziel. Es muss noch manche Hürde genommen, so mancher Anfechtung widerstanden werden. In Philadelphia lauert die Gefahr in den eigenen Reihen, da sind es die Juden selbst, die die junge Gemeinde vom Ziel ablenken wollen.

Anfechtung muss nicht immer antichristlich sein. Viel gefährlicher ist sie, wenn sie scheinchrichtlich ist. Da wird zwar mit Bibelworten um sich geworfen. Aber Vorsicht! Nicht immer ist von christlich drauf steht auch christlich drin.

Nachzulesen in Offenbarung 3 ab Vers 7.

Wilfried Brunner

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