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Im Bibelflash:
Jerusalem
gesendet am 16.05.2005 von Peter Johannes Athmann
 

Jerusalem mit Ölberg und Felsendom heute
Jerusalem mit Ölberg und Felsendom heute

Jerusalem, du hoch gebaute Stadt - so wird die alte Hauptstadt des Staates Israel in einem alten Kirchenlied besungen. Und wirklich, wenn man sich der Stadt vom Jordantal aus nähert, den berühmten Weg von Jericho nach Jerusalem geht, dann verschlägt es einem schier den Atem, wenn man die heilige Stadt dreier Weltreligionen vor sich sieht.

Heute zieht die goldene Kuppel des Felsendomes den Besucher in seinen Bann, vor 3.000 Jahren war es der Tempel Salomos, und 1.000 Jahre später, zur Zeit Jesu, der Tempel des Königs Herodes.

Hier, auf dem Tempelberg, soll Abraham der Überlieferung zufolge seinen Sohn Isaak geopfert haben - das heißt, er hätte ihn geopfert, wenn ihm Gott selbst nicht in letzter Sekunde in die Arme gefallen wäre.

Hier, auf dem Tempelberg, soll der Prophet Muhammad vor seinen Verfolgern in den Himmel gesprungen sein - genauer gesagt, nicht er, sondern sein Pferd. Den Hufabdruck soll man heute noch sehen - Ritter Eppelein lässt grüßen.

Jerusalems Schicksal durch die Jahrhunderte ist höchst spannend; oft belagert, einige Male gestürmt, geplündert und verbrannt, doch nie vergessen und nie untergegangen.

Als König David damals beschloss, die kleine Festung auf dem Berge aus den Händen der Jebusiter zu erobern, um sie zur Hauptstadt von Israel zu machen, war dies ein diplomatisches Kabinettstück, denn so vermied er einen politischen Eklat: Die Hauptstadt des geeinten 12-Stämme-Volkes gehörte zu keinem der Stämme, und so wurde auch keiner der Stämme bevorzugt. Erst sein Sohn Salomo konnte den Plan verwirklichen, dem Gott Israels einen Tempel zu bauen.

Seit dieser Zeit war Jerusalem das religiöse Zentrum der Juden, und das ist bis heute so geblieben, auch wenn die Stadt mehrfach erobert und der Tempel mehrmals zerstört wurde. Auch zur Zeit Jesu zogen zu jedem großen Wallfahrtsfest Tausende von Juden aus dem ganzen römischen Reich nach Jerusalem, und bis heute grüßen sich alle Juden zum Passah-Fest mit den Worten: "Nächstes Jahr in Jerusalem!"

Peter Johannes Athmann

 

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