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Kirchenschließungen in Duisburg

Katholische Kirche schließt in Duisburg nach massiven Protesten statt vier nur zwei Kirchen

23.01.2012: Nach massiven Protesten von Katholiken schließt das Bistum Essen im sozial schwachen Duisburger Norden nur zwei statt wie geplant vier Kirchen. Dies meldet DIE WELT in ihrer Online-Ausgabe. Geschlossen werden St. Konrad und St. Barbara.

Das Bistum kämpfe mit sinkenden Mitgliederzahlen und geringeren Kirchensteuereinnahmen. Es fehle das Geld für Priestergehälter und zum Unterhalt der Kirchen. Nach der Ankündigung, vier Kirchen zu schließen, veranstalteten die Duisburger Demonstrationen und Sitzblockaden.

Zwei Kirchen werden nun doch vorerst weitergeführt

Die Kirche St. Norbert in Duisburg-Hamborn wird nicht geschlossen, sondern werde zum Jahr 2015 mit St. Johann fusionieren. Die beiden Pfarreien zählen heute nach Angaben des Bistums rund 25 000 Katholiken, vor rund 55 Jahren waren es noch fast 71 000. Die Zahl der Gottesdienstbesucher sank seit Ende der 50er Jahre um 87 Prozent, die Zahl der Taufen um 83 Prozent.

Die St. Peter-Kirche in Marxloh, die in unmittelbarer Nachbarschaft einer der größten Moscheen Deutschlands liegt, bleibt als eine "Filialkirche" erhalten. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck teilte den Gläubigen seine Entscheidungen in einem Brief mit, der am Sonntag in den Gottesdiensten verlesen wurde.

Die Empörung richtete sich vor allem gegen die Schließung von St. Peter

Vor allem die ursprünglich geplante Schließung von St. Peter nahe der 2008 eröffneten Merkez-Moschee hatte die Gläubigen empört. Dass die Kirche nun geöffnet bleibt, begründet des Ruhrbischof damit, dass die polnisch-sprachige Gemeinde, dort seit langem gut besuchte Gottesdienste feiere.

Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck schrieb in seinem Brief, bei vielen werde seine Entscheidung "Betroffenheit und Trauer auslösen". Es habe aber keine tragfähige Alternative gegeben. Mit den Schließungen müsse kirchliches Engagement im Duisburger Norden nicht verschwinden. Die katholischen Kindertagesstätten und karitative Einrichtungen sowie die Jugendberufshilfe und die "Arche" als Treffpunkt für Kinder blieben erhalten.

Quelle: welt.de am 23.01.2012

Autor dieser Webseite: Uwe Schütz

 

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