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2003 - Jahr der Bibel

Die Bibel ist das am weitesten verbreitete Buch der Menschheit

Der Vorstand des "Jahr der Bibel 2003" hat auf seiner Sitzung am 27. Januar 2003 in Berlin zum Jahr der Bibel das folgende „Wort zum Jahr der Bibel“ verabschiedet:

Die Bibel ist das am weitesten verbreitete und in viele Sprachen übersetzte Buch der Menschheit. Kultur und Geschichte vieler Völker wurden durch die biblische Botschaft im Laufe der Jahrhunderte beeinflusst und geprägt.

Dies gilt besonders für unseren europäischen Kontinent. Generationen von Menschen haben anhand der Bibel lesen und denken gelernt. Die Bibel hat durch ihre Erzählungen und in ihren Bildern das Denken und die Sprache, die kulturellen Symbole und sozialen Werte unserer Gesellschaft entscheidend mitgeprägt. Als „geistiges Weltkulturerbe“ findet sie Beachtung, Anerkennung und öffentliche Aufmerksamkeit. Der Fortschritt der Wissenschaften, große soziale Bewegungen und hervorragende Bildungseinrichtungen wurden auch durch den Einfluss der biblischen Botschaft erst möglich.

Die Bibel ist in unserer Gesellschaft vielfach gegenwärtig, ohne dass dies immer unmittelbar wahrgenommen wird. Immer noch leben wir mit den Geschichten und Bildern der Bibel: die Erzählungen von Adam und Eva, die babylonische Sprachverwirrung, der Tanz ums goldene Kalb, das Umschmieden von Schwertern zu Pflugscharen. Die Gestalt Jesu, seine Botschaft von Gottes Reich und sein menschenfreundliches Handeln faszinieren ebenso wie sein Leiden und sein Kreuzestod Menschen bis heute erschüttern. Die kraftvolle Botschaft von der Auferstehung Jesu hat die Kunst Michelangelos und die Kantaten Johannes Sebastian Bachs inspiriert. Große literarische Werke von Goethe bis Brecht genauso wie die moderne Musik sind von biblischen Motiven und Themen durchzogen. Die Bibel hat auch die Grundrechte im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland stark geprägt.

Das Jahr der Bibel will allen, Christen wie Nichtchristen, dabei helfen, den verborgenen Schatz der Bibel neu zu heben. Wer sie heute in die Hand nimmt, braucht Verständnis und Einsicht in ihre lange Entstehungsgeschichte und Sprachwelt. Ihre Spannweite reicht von den uralten Geschichtserzählungen des Volkes Israel über die Lyrik der Psalmen und die ergreifenden Berichte der Evangelien über Leben, Sterben und Auferstehung Jesu, bis hin zum theologischen Tiefgang des Apostels Paulus.

Man kann nur staunen über den Reichtum der biblischen Texte. Dieses Buch steckt voller Weisheiten und Wunder, voller Poesie und Dramatik. Das ganze Leben mit allen Höhen und Tiefen spiegelt sich in ihm. Uralte, scheinbar nichts mehr neues enthaltende biblische Geschichten offenbaren immer wieder überraschende Einsichten in unser Leben. Die beeindruckenden Gleichnisse in den Evangelien hat noch niemand zu Ende gedeutet.

Viele Menschen in unserer Gesellschaft suchen nach Halt und Trost. Sie fragen nach etwas, das selbst in leidvollen persönlichen Erschütterungen trägt und auch an den unfassbaren Katastrophen, mit denen wir heute konfrontiert sind, nicht zerbricht. Gerade in den Augenblicken stummen Entsetzens über die Gewalt, zu der Menschen fähig sind, zeigt sich die Kraft der biblischen Botschaft. Das bohrende Fragen nach dem Warum, die stille oder laute Klage und die verzweifelte Fassungslosigkeit suchen nach Sprache und Bildern, die die Wucht des Kummers auszusprechen und Trost anzubieten vermögen.

Die für die Christen Heilige Schrift – die Bibel – vermag Menschen in der Überzeugung zu stärken, dass sie nicht einfach ins Dasein geworfen sind, sondern dass sie leben, weil Gott es will. Das schenkt dem menschlichen Leben eine unüberbietbare Würde. Die Bibel will den Glauben an den dreieinigen Gott wecken und damit unter anderem auch Nächstenliebe und Solidarität, Zivilcourage und Friedens-bereitschaft stärken. Christen erkennen in der Bibel Gottes Wort, das ihnen Klarheit zu verschaffen vermag in den wichtigen existentiellen Fragen der Menschen, dem Sinn ihres eigenen Lebens.

Das biblische Zeugnis von der Auferstehung des Jesus von Nazaret begründet eine verlässliche und tragfähige Hoffnung, durch die der Mensch sich auch seine eigene Schuld und sein Versagen eingestehen, Vergebung und Versöhnung erbitten und die Botschaft eines Lebens über den Tod hinaus hören kann. Wer Orientierung im Leben und Hoffnung im Sterben sucht, der greife zur Bibel.

Berlin, den 27. Januar 2003

Die Aktion „2003 -Das Jahr der Bibel“ wird von allen Kirchen, die in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland zusammengeschlossen sind, und den christlichen Werken und Verbänden getragen.

Dem Vorstand der Aktion "Jahr zur Bibel" gehörten an:
Dr. Manfred Entrich OP, Leiter der Pastoralselsorge der Deutschen Bischofskonferenz,
Dr. Thies Gundlach, OKR, Theologischer Dezernent im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland,
Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz,
Dr. Klaus Peter Voß, Referent in der Ökumenischen Zentrale der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen.

Quelle: Pressemitteilung des Vorstandes der Aktion "Jahr der Bibel 2003"

mehr: www.2003dasjahrderbibel.de


 

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