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Europas Baptisten gegen Irak-Krieg

Auf ihrer Ratstagung hat sich die Europäiche Baptistische Föderation (EBF) in einer Resolution gegen einseitige Aktionen der USA und für gemeinsame Friedensinitiativen mit den Vereinten Nationen ausgesprochen

F16 über Irak Quelle: dpaOslo - Gegen "einseitige Aktionen" der USA gegen den Irak hat sich jetzt die Europäische Baptistische Föderation (EBF) ausgesprochen. Der Dachverband der rund 750.000 Baptisten in Europa und dem Nahen Osten verabschiedete auf seiner Ratstagung vom 26. bis 28. September in Oslo mehrheitlich eine Resolution, in der sich die Baptisten hinter alle Initiativen der Vereinten Nationen stellen, um, wie es heißt, "einen gewalttätigen Konflikt zu verhindern".

Afghanistan: Leben unter TrümmernDie Baptisten erinnern in dem Zusammenhang an das Wort Jesu Christi, das sie als Schlagzeile über die Erklärung gestellt haben: "Gesegnet sind die Friedensstifter, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden" (Matthäus 5,9). Es gelte, sich an Jesus Christus ein Beispiel zu nehmen, "um den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen".

Wie es weiter heißt, sei man "in tiefer Sorge über die verheerenden Auswirkungen einen Krieges gegen den Irak": Die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten und das Leid der Bevölkerung dort werde zunehmen und die Beziehung zwischen den USA und Europa belastet. Alle Regierungen werden aufgefordert, mehr Anstrengungen zu unternehmen, um politische Konflikte gewaltfrei zu lösen und auf den Einsatz "entmenschlichter" moderner Distanz-Waffen zu verzichten.

Quelle: Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, K.d.ö.R.

 

Kampf gegen Terror nach urchristlichem Konzept

Durch den Afghanistankrieg wurde rund eine halbe Million Talibankinder zu Waisenkindern

Afghanisches Flüchtlingsmädchen - Wohin geht sie ? Der Afghanistankrieg machte über eine halbe Millionen Taliban-Waisenkinder Mit ehrgeizigem Missionsprojekt soll Terrornetzwerk bekämpft werden.

Darauf hat jetzt der Russland-Experte und baptistische Bibelschuldozent Dr. Hermann Hartfeld (Brühl bei Köln) aufmerksam gemacht. Zusammen mit dem Leiter des russischen Hilfswerks "Haus der Hoffnung und Barmherzigkeit", Oberst Dr. Anatoli Iwanowitsch Tscherkassov (Moskau), will Hartfeld einige dieser Kinder in noch zu gründenden Waisenheimen in Russland betreuen.

Wie Hartfeld in einer Projektbeschreibung feststellt, haben sich diese Taliban-Waisenkinder in Afghanistan, Tadschikistan und Turkmenistan zu Banden zusammengerottet: "Sie rauben, stehlen, betteln und begehen sogar Morde." Tscherkassov, ein nebenberuflicher Baptistenpastor, der mit einer halben Stelle für das russische Verteidigungsministerium als Logistik-Fachmann arbeitet, habe gute Kontakte zu ehemaligen Mudschaheddin. Dadurch sei es möglich, die Waisenkinder nach Russland zu bringen. Ziel der Betreuung müsse es sein, ihnen neben einer Berufsausbildung auch den christlichen Glauben nahe zu bringen. Diese Kinder sollten dann auch missionarisch geschult und ausgebildet werden. Mit dem Projekt verfolgen Hartfeld und Tscherkassov ein ehrgeiziges Ziel: "Auf diese Weise kann das muslimische weltweite Terroristennetz von innen heraus gesprengt werden." Die beiden Baptisten berufen sich dabei auch die Erfahrung des Urchristentums, "das ohne Gewalt das Römische Reich erobern konnte". Die Planungen gehen zunächst von der Aufnahme von 30 Kindern aus. Neben einer Anschubfinanzierung von rund 180.000 Euro zum Ankauf eines geeigneten Hauses benötige man zwischen 7 und 10 Euro pro Kind und Tag, um das Projekt verwirklichen zu können.

02.10.2002, Quelle: www.baptisten.org


 

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