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Weihnachten ist unjüdisch

Oberrabbiner kritisiert Übernahme von ausländischen Traditionen

24.12.2002: Als Gesellschaft, „der jedes moralische, kulturelle oder nationale Rückgrat fehlt“, hat der Oberrabbiner Me’ir Israel Lau das moderne Israel gegeißelt. Damit kritisierte er die Tendenz, dass immer mehr Israelis Christbäume aufstellen und sich als Nikolaus verkleiden.

Lau betonte die Rechte von Gastarbeitern, nichtjüdischen Neueinwanderern und Israelis, die ihre eigenen Feiertage begehen und ihre Traditionen ehren, zeigte aber keinerlei Verständnis dafür, wenn jüdische Familien einen ausländischen Lebensstil nachahmen.

„In der Diaspora hatten wir Angst vor der Assimilation,“ erklärte der aschkenasische Oberrabbiner Israels, „jetzt holen wir sie in unsere Häuser.“

Zum Jahreswechsel 1999/2000 hatte es in der israelischen Gesellschaft heiße Diskussionen gegeben, weil Hotels für ihre ausländischen Gäste Christbäume aufgestellt und Silvesterfeiern organisiert hatten. Angesichts der Touristenebbe erübrigte sich diese Auseinandersetzung in den vergangenen zwei Jahren.

Während die Rabbiner Israels das Weihnachtsfest als „heidnisch“ für ihr Volk ablehnt, verteilte der Jüdische Nationalfond „Keren Kayemet LeIsrael“ (KKL) auch in diesem Jahr wieder 500 Christbäume kostenlos an Jerusalemer Christen. (jg)

Quelle: Israelnetz.de-Newsletter

Autor dieser Seite: Uwe Schütz

 

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