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Hintergrund-Infos

Der 13.2.1945 in Dresden


13. Februar 1945

Bombennacht in Dresden - Chronologie des 13. Februar 1945

18.00 Uhr:

Auf den Flugfeldern im Osten Englands bereiten sich die Bomberkommandos der Royal Air Force auf einen Großeinsatz vor. Rund 1.200 Maschinen, vor allem die Bomber Typ Lancaster und die Flugzeuge vom Typ Mosquito sind einsatzbereit und heben nach und nach ab - beladen mit Bomben und Stanniolstreifen, mit elektronischem Gerät, um die deutsche Radarkette zu durchbrechen.

Der Auftrag: "Mit dem Angriff ist beabsichtigt, den Feind dort zu treffen, wo er es am meisten spüren wird; hinter einer teilweise schon zusammengebrochenen Front gilt es, die Stadt im Zuge weiteren Vormarschs unbenutzbar zu machen und nebenbei den Russen, wenn sie einmarschieren, zu zeigen, was das Bomberkommando tun kann".

Die Maschinen nehmen Kurs nach Süden. 2.000 Kilometer und etwa zehn Stunden Flugzeit liegen vor ihnen. Sie flogen über den Ärmelkanal, erreichten Frankreich.

Die Lancaster-Bomber und die schnellen zweimotorigen Mosquitos erreichen auf getrennten wegen Deutschland. Die schnellen Mosquitos sollen vor allem Ablenkungsangriffe fliegen. Einige fliegen in Richtung Dortmund und nach Nürnberg, andere fliegen nach Dresden, um sogenannte "Christbäume" zu setzen, Leuchtbomben, die minutenlang am Fallschirm herabsinken und farbige Signalkörper ausspeien, um für die Bomber das Zielgebiet zu markieren.

Die viermotorigen Lancaster-Bomber mit sieben Mann Besatzung meiden die deutschen Flakzentren von Köln und dem Ruhrgebiet. Sie fliegen mit ihren Spreng-, Minenbomben und Brandbomben weit nördlich an Köln, Kassel und Leipzig vorbei. Die Piloten wissen, dass der Himmel nur zwischen 22.00 Uhr und 02.00 Uhr offen sein wird.

21.39 Uhr:
In Dresden, der Kulturstadt mit ihrem Schloss, ihrem Zwinger und ihren Kirchen und eine Stadt mit 630.000 Einwohnern und Hunderttausenden Flüchtlingen, aber ohne militärisch-strategische Bedeutung wird Fliegeralarm gemeldet.
22.13 Uhr:

Die britischen Bomber sind im Anflug auf Dresden. Der Himmel über Dresden ist hell erleuchtet - weiß und grün. Der Masterbomber gab seine Befehle: "Bombardieren Sie die konzentrierten roten Zielmarkierungen nach Plan. Gute Arbeit Platerack-Verband. Die Bomben liegen ausgezeichnet." Die Bomber klinken ihre Bomben aus.

25 Minuten dauert der erste Angriff. Dann drehen die Bomber ab. Dresden im Feuersturm. Nie gehörte Geräusche. Schreie. Lärm. Hitze. Tod. Dann Ruhe, tiefe Stille. Irgendwann Feuerwehr-Sirenen.

14. Februar 1945
ca. 1.30 Uhr
:

Drei Stunden später tauchten wieder britische Lancaster Bomber über Dresden auf. Um 1.55 Uhr war der zweite Angriff beendet.

 

Mittags:

Den dritten Angriff auf Dresden fliegen US-amerikanische Bomber.

650.000 Spreng- und Brandbomben sind auf Dresden niedergegangen. Die Zahl der Toten wird auf 35.000 geschätzt.

Eine Zeitzeugin erinnerte sich: "Der Leichengeruch über der Stadt, das kann sich kaum jemand vorstellen. Und dann, etwas später, wusste man ja nicht, wohin mit den Leichen. Es sollen ja 30.000 gewesen sein. Also, wo man auch hingelaufen ist - da waren Tote."

Autor dieser Webseite: Uwe Schütz

Quellen: Deutsche Welle,

mehr bei uns:
Die Bombennacht in Dresden im Kalenderblatt


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