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KW 30 / 2019

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Blauer Engel

Vor 45 Jahren: Gründung des Umweltbundesamtes

Briefmarke der Serie Umweltschutz, Reinhaltung der Luft, Deutsche Bundespost 1973
Briefmarke der Serie Umweltschutz, Reinhaltung der Luft, Deutsche Bundespost 1973. Seit 1978 ist Der Blaue Engel ein in Deutschland vergebenes Umweltzeichen für besonders umweltschonende Produkte und Dienstleistungen. Jeder kann beim Umweltbundesamt auszeichnungswürdige Produkte vorschlagen.

22.07.1974: Der Deutsche Bundestag verabschiedet das Gesetz über die Errichtung eines Umweltbundesamtes. Es soll die Bundesregierung wissenschaftlich beraten und die Öffentlichkeit über Umweltschutz informieren und wird zunächst dem Bundesinnenministerium zugeordnet. 1986 wechselt die Zuständigkeit in das fünf Wochen nach der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl gegründete Umweltministerium. 2005 wird das Umweltbundesamt von Berlin nach Dessau verlegt. Heute ist es mit rund 1.600 Mitarbeitern die größte Umweltbehörde Europas.

* * *

Broschüre „Und sie erwärmt sich doch - Was steckt hinter der Debatte um den Klimawandel?“ herausgegeben 2013 vom Umweltbundesamt
Broschüre „Und sie erwärmt sich doch - Was steckt hinter der Debatte um den Klimawandel?“, Herausgeber: Umweltbundesamt Mai 2013, 122 Seiten. In der Einleitung heißt es über „Klimawandelskeptiker“: „Obwohl in den meisten Fällen fachfremd, stellen sie eine breite Palette an Gegenthesen zum heutigen Kenntnisstand der Klimaforschung auf. Der Ton, den die „Klimawandelskeptiker“ in der Auseinandersetzung mit der Klimawissenschaft anschlagen, geht nicht selten über das Maß einer sachlich-kritischen Diskussion hinaus ... Dabei ist sich die wissenschaftliche Gemeinschaft über die Ursachen der Klimaerwärmung weitgehend einig.“
Quelle: umweltbundesamt.de

 

 

 

 

Anfang der 70er-Jahre wuchs die Erkenntnis, dass die Sicherung unserer Lebensgrundlagen genauso wichtig ist wie soziale Fragen. Vielleicht war es die erste Mondlandung und der Blick vom Mond auf die Erde, der das Verhältnis zu unserer Umwelt veränderte. So trat 1974 das erste Bundes-Immissionsschutzgesetz in Kraft, 1983 gab es die erste Verordnung für Großfeuerungsanlagen, und seit 1989 müssen neue Autos mit Katalysator ausgerüstet sein.

Heute hört man außer einer noch höheren Besteuerung von Energie und Schlagworten wie „Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit“ nicht viel aus dem Umweltbundesamt. Innovative Ideen und Konzepte? Fehlanzeige.

Anstatt sich um seine eigentlichen Aufgaben zu kümmern, stellt das Umweltbundesamt lieber Kritiker an den Pranger: Mit der Broschüre „Und sie erwärmt sich doch - Was steckt hinter der Debatte um den Klimawandel?“ hat das Umweltbundesamt 2013 kritische Journalisten und Wissenschaftler mit Namensnennung als „Klimawandel-Skeptiker“ bezeichnet und damit jede Klima-Diskussion abgewürgt.

Der große Aufschrei blieb aus. Da ist es kein Wunder, dass insbesondere die mediale Berichterstattung zum Klimawandel immer homogener wurde. Angesichts der großen Herausforderungen brauchen wir meines Erachtens aber nicht weniger, sondern mehr Demokratie.

Uwe Schütz

mehr bei uns aus der Zeit: mehr bei uns zum Thema:  
1973 : Jom-Kippur-Krieg
1973 : 1. Sonntagsfahrverbot in Deutschland
1974 : Rücktritt von Bundeskanzler Willy Brandt
1974 : Deutschland wird zum 2. Mal Fußballweltmeister

1974 : Gründung des Umweltbundesamts
1975 : Bundesverfassungsgericht kippt Fristenregelung / §218
1976 : Anschnallpflicht für Autofahrer
1976 : 1. Passagierflugzeug mit Überschall

1961 : Erster "Atom-Strom" in Deutschland
1974 : Gründung des Umweltbundesamts
1985 : Erster Smog-Alarm und Fahrverbot in Deutschland
1981 : Großdemonstration am Baugelände des KKW Brokdorf
1989 : VEBA-Konzern verzichtet auf WAA in Wackersdorf
1997 : Klimakonferenz von Kyoto
2006 : Christen müssen ihre Aufgabe als „Bewahrer“ ernster nehmen
2014 : Weltklimarat (IPCC) stellt Klimawandel-Bericht vor

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