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Im Bibelflash:

„Den Geist aufgeben“

gesendet am 16. Juni 2019 von Heiko Müller
 

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Mein Fernseher hat den Geist aufgegeben! - Warum verwende ich eigentlich ausgerechnet bei einer Sache diesen Ausdruck? - Bei einem Menschen würde ich das nicht tun. Komisch! - Wo kommt dieser Ausdruck denn eigentlich her, „den Geist aufgeben“?

Es ist einer von vielen anschaulichen Ausdrücken Luthers und es gibt ihn einmal im Alten und einmal im Neuen Testament. Beide Male geht es um Menschen. In der ersten Stelle sind es die Säuglinge und Kleinkinder, die der Prophet Jeremia in einer Vision sieht:

Zu ihren Müttern sprechen sie: Wo ist Brot und Wein?,
da sie auf den Gassen in der Stadt verschmachten wie die tödlich Verwundeten
und in den Armen ihrer Mütter den Geist aufgeben.

Klagelieder 2, 12

Jeremia warnt mit diesem Schreckensszenario sein Volk, an Gott dranzubleiben.

Erstaunlicherweise ist auch die zweite Stelle in der Bibel eine Art Gericht:

Als Hananias diese Worte hörte, fiel er zu Boden und gab den Geist auf.
Und es kam eine große Furcht über alle, die dies hörten.

Apostelgeschichte 5, 5

Der gute Hananias hat nämlich Spendengelder veruntreut. Zwar seine eigenen, aber ohne zu deklarieren. Das fanden jetzt die Apostel damals, die das eigentlich gerecht verteilen wollten, nicht so toll und fragten ihn, welcher Satan ihn denn da geritten hätte.

Mir gefallen die Worte von Jesus am Kreuz da viel besser:

Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände.
Lukas 24, 46

Wo sollte er - und damit mein Leben - sicherer sein, als bei Gott?

Autor: Heiko Müller

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