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Im Bibelflash:

Markus 13, 31

gesendet am 5. November 2017 von Jens R. Göbel
 

 

Der November erinnert mit seinen Feiertagen besonders an die Endlichkeit unseres Lebens. Allerheiligen, der heutige Volkstrauertag, Totensonntag. Selbst der Buß- und Bettag erklährt sich aus unserer Endlichkeit. Die ganze Natur erinnert zu dieser Zeit besonders daran, dass Leben nicht nur aufblühen sondern auch welken kann.

Es ist sehr klug, sich diesem Umstand immer mal wieder gewahr zu werden und daraufhin Schlüsse für den eigenen weiteren Lebensweg zu ziehen. Denn abhängig von dem, was wir nach dem Sterben erwarten, richten wir unser Leben davor aus. Unsere Vorstellung vom Tode prägt unseren Lebenswandel. Der Glaube ans Jenseits justiert uns im Diesseits. Luther sagte dazu:

„Mit dem Tode umzugehen, ist die Schule des Glaubens.“
Martin Luther

Nun zählen Überlegungen zum eigenen Sterben und Tode nicht gerade zu unseren liebsten. Die Ungewissheit über das Kommende kann angsteinflößend wirken. Vielleicht fürchten wir oder ahnen zumindest, dass wir uns einmal für unser Leben verantworten müssen. Demnach könnten wir insgesamt viel angstfreier leben, wenn wir in dieser Sache zuversichtlich sein könnten. Das Wunderbare ist, Jesus schenkt genau das:

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat,
der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht,
sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“

Johannes 5, 24

Jesu Worte wirklich glauben zu können, d.h. im tiefsten inneren Gewissheit und damit Ruhe darüber aufzubauen, das ist die Schule des Glaubens. Unser Glaube muss wachsen, muss reifen, um das wirklich zu verinnerlichen. Dazu müssen wir Jesus hören, aus der Bibel hören, seine Gemeinschaft suchen, Erfahrungen mit ihm machen. Dadurch schenkt er uns einen immer größeren Frieden. So erleben wir schon etwas Herrlichkeit im hier und jetzt.

Jens R. Göbel, 16.11.2017