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Im Bibelflash:

Psalm 67

gesendet am 13. Dezember von Dr. Hans Frisch
 

 

Ein Psalmlied, vorzusingen zum Saitenspiel. Man könnte es ein Volkslied nennen. In sieben Versen steht sechs Mal "die Völker" oder "alle Völker" - die danken Gott, sie freuen sich und jauchzen. Der Grund: "Du richtest die Menschen recht und regierst die Völker auf Erden".

Woher wollte der Psalmist das wissen - er hatte keine Reporter vor Ort und viele Völker kannten seinen Gott überhaupt nicht (und der Sänger kannte nur wenige Völker). Am Anfang spricht er die Bitte aus: Gott sei uns gnädig und segne uns - das ist wohl das Gebet aller Völker zu ihrem Gott. "Er lasse uns sein Antlitz leuchten - dass man auf Erden erkenne seinen Weg, unter allen Heiden sein Heil".

Das wäre es! Auf der Erde herrscht die Gerechtigkeit Gottes, alle sehen und erkennen ihn als den, der gnädig segnet, in allen Völkern. Das wäre eine Freude und ein Jubel in vielen Ländern, in denen Elend, Schrecken, Unrecht und Gewalt herrschen.

Man könnte verzweifeln, wenn man denkt: das könnte Gott bewirken - und er tut es nicht. Doch was wäre die Welt, wenn nicht über allem Gerechtigkeit und Gnade stehen würden als Wegweisung, und Gott als Richter und Herrscher, als letzte Instanz vor der sich alle verantworten müssen. Keine Ausrede, keine Lüge, keine Täuschung wird da Bestand haben.

"Dass man auf Erden erkenne seinen Weg unter allen Heiden sein Heil"

- das wäre es. Es ist ein Wunsch und eine Hoffnung - die nie aufgegeben werden sollte.

Dr. Hans Frisch

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