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Im Bibelflash:

Römer 15, 7

gesendet am 26. Dezember 2014 von Heiko Müller
 

 

Ich hoffe, euer Weihnachten war anders, ruhiger. Also Weihnachten selbst ging ja, aber davor. Nur weil die beiden Feiertage in diesem Jahr auf Werktage fallen, herrscht bereits am Montag Ausnahmezustand. Was morgen los ist, will ich mir lieber gar nicht erst vorstellen, obwohl das ganze Zeug unmöglich schon alles aufgegessen sein kann. - Die armen Verkäufer. Da sind vielleicht gerade auch noch Mitarbeiter krank, nichts wird fertig im Laden, die Kunden haben alle keine Zeit, jeder will der erste in der Schlange sein. Beim Postschalter dauert es ewig, die Kunden sind unterschiedlich gut vorbereitet, haben noch Fragen zu Versanddetails, und mit dem ganzen gelben Stand kann der Supermarkt noch nicht einmal Geld verdienen. Dementsprechend ist die Frau hinter der gelben Papptheke auch drauf. Jeder Kunde bekommt irgendeinen Spruch ab: Den Brief kann man doch auch selber wiegen und frankieren, den Paketschein doch auch schon zu Hause ausfüllen, - was, 20 Euro, nicht kleiner? Das kann ich nicht wechseln, wir sind doch keine Postbank! -

Tja, wenn ich das alles so passend hätte, wäre ich nicht hier - am Dienstleistungsstand. Wunschtraum, ich weiß. Was mache ich jetzt? Einfach wieder gehen? Oder bleiben und zurückkeifen? Schwierig. Aber die Menschen könnten ja auch einmal freundlich zu mir sein, denke ich, und da fällt mir die Jahreslosung von 2015 ein. Die steht im Römerbrief, da schreibt Paulus:

"Darum ehrt Gott,
indem er ihr einander annehmt,
wie Christus euch angenommen hat."

Römer 15, 7

Stimmt, Gott freut sich gar nicht, wenn ich herumkeife.
Eine echte Herausforderung, besonders am Postschalter. Also gut, ich nehme die Herausforderung für 2015 an.


Heiko Müller