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Jesus - "…man gönnt sich ja sonst Nichts!"
gesendet am 27.03.2005 von Jan Henning Mehlfeldt
 

Werbebotschaften

Werbebotschaften durchziehen unser Leben. Im Fernsehen, im Radio, in Zeitschriften und im Kino, überall und teilweise schon fast unbemerkt versuchen sie unsere Kaufgewohnheiten zu beeinflussen.

Zunächst versuchten sie, uns allein die Eigenschaften eines Produktes näher zu bringen. Aber bei all dem uns umgebenden Überfluss wurde es den Werbetextern schnell klar, dass allein eine blümerante Beschreibung von Waschmittel, Jogurts oder Weinbrand nicht beim Zuhörer "hängen bleibt", sondern die Werbebotschaft genauso schnell aus dem Gedächtnis wieder raus ist wie sie hereingekommen war.

Also versuchten einige Firmen schon recht bald originelle, witzige oder einfach nur prägnante Aussagen zu finden, die auch losgelöst vom eigentlichen Produkt, eine erinnernde Wirkung beim Hörer entfalten:

"Wohnst du noch oder lebst du schon"

hat sich ebenso als geflügeltes Wort aus der IKEA-Werbung in unseren Wortschatz eingeschlichen wie,

"ohne meinen Alltours sag´ ich nichts"

von einem Reiseanbieter oder wie in früheren Zeiten:

"man gönnt sich ja sonst Nichts"

aus einer Spirituosen-Werbung mit Manfred Krug.

Nun, was hat dies alles mit Ostern zu tun, wird sich der eine oder andere Hörer vielleicht schon gefragt haben. Ganz einfach, als ich kürzlich mit dem Auto durch Nürnberg fuhr, entdeckte ich eine große Werbetafel eines japanischen Autoherstellers mit der großen Überschrift "Lebe deine Freiheit!"

Punkt. Mehr nicht.

Darunter die Abbildung eines schicken Autos, das Otto- Normalverbraucher das Gefühl geben soll, bei einer plötzlich auftauchenden Wanderdüne das richtige Auto parat zu haben oder sich im unwegsamen fränkischen Dschungel mit Allradantrieb immer sicher unterwegs zu wissen.

"Lebe deine Freiheit!" Für mich ist dieser kurze Satz jedoch eine Zusammenfassung der frohen Botschaft zu Ostern.

Warum? Das erfahrt ihr nach der nächsten Musik.

* * * Musik * * *

Nach Karfreitag waren die Jünger regelrecht deprimiert und am Boden zerstört.

Ihr Meister, dem sie nachgefolgt sind und von dem sie annahmen, dass er der Messias sei, gekommen um Gottes Reich hier auf Erden aufzubauen, der durch zahlreiche Wunder seine Macht demonstriert hatte, wurde von den verhassten römischen Besatzern wie ein einfacher Verbrecher gefoltert und schließlich am Kreuz getötet.

Alles war hin!

Die Jünger zogen sich zurück und wussten nicht mehr aus noch ein.
War das also alles nur ein Trugschluss gewesen, fragten sie sich, waren all die Jahre, die wir mit Jesus gemeinsam verbrachten, nur unnütze Zeitverschwendung?
Die Machtübernahme des Messias oder zumindest das Eingreifen Gottes hatten sie sich irgendwie anders vorgestellt…

Sie waren doch nur einfache Leute, Fischer und Handwerker aus der Provinz; ohne ihren Rabbi waren sie nichts…

Viele Theologen beschäftigten sich mit der Tatsache, dass aus diesem verunsicherten Haufen einfacher Wanderprediger, die sich nach Jesu Tod in dunklen Hinterzimmern versteckt hielten, auf einmal innerhalb kurzer Zeit überzeugte Missionare für die Sache Jesu wurden.

Sie predigten mutig die frohe Botschaft von Jesus, sie nahmen Verfolgung und Gefängnis auf sich und gründeten Gemeinden, die der Grundstock für eine Religion wurden, die sich nun seit 2000 Jahren behauptet, Millionen von Anhängern hat und die sich über die ganze Welt ausgebreitet hat.

Was hat diese Menschen nach der Karfreitagserfahrung so grundlegend verändert?

Als Maria ihnen von dem verschwundenen Leichnam berichtet, verstanden sie noch nicht, was tatsächlich passiert war.
Selbst als sie sich persönlich von dem leeren Grab überzeugten, wurde ihnen die Tragweite dieser Tatsache nicht bewusst.

Erst als Jesus ihnen persönlich erschien, verstanden sie endlich, was Jesus ihnen schon so lange gepredigt hatte.

Die Auferstehung von Jesus gab ihnen eine neue Freiheit, sie gab ihnen eine Perspektive für die Zukunft, an die sie bis dahin noch überhaupt nicht gedacht hatten.

Jesus Christus, der tatsächlich den Tod auf sich genommen hat, um ihre persönliche Schuld zu sühnen gab ihnen einen neuen Lebensmut, der alle die Zwänge, Ängste und Anfechtungen der damaligen Zeit überwog.

Sie lebten tatsächlich ihre neue Freiheit in der Gewissheit, dass Jesus bei ihnen ist.

* * * Musik * * *

Was hat dieses Geschehen vor knapp 2000 Jahren mit uns zu tun?

Was hat eine einschneidende Erfahrung von einigen Jüngern im damaligen Israel, die weder Strom, Auto oder Handy kannten mit mir zu tun?

Ist Ostern tatsächlich mehr, als ein willkommener Feiertag, der uns in der ersten Frühlingssonne ein langes Wochenende beschert?

Als Jesus am Kreuz starb, verdunkelte sich die Sonne und die Erde bebte. Alles rein äußere Zeichen, die nach kurzer Zeit wieder verschwanden.

Nur ein Ereignis wird in der Bibel noch beschrieben, das die Welt bis heute verändert hat: Der Vorhang im Tempel von Jerusalem zerriss.
Der Vorhang, der das Allerheiligste, welches nur der Hohepriester betreten durfte, von dem Rest der Welt abtrennte, dieser Vorhang, der gewissermaßen die Menschen von Gott trennte, riss von oben bis unten entzwei.

Jesus hat die Distanz zwischen Gott und den Menschen überwunden.

Und das tat er nicht nur damals, sondern das tut er noch heute.

Auch heute noch möchte uns Jesus aus unseren dunklen Ecken unseres Lebens befreien, aus der Ausweglosigkeit, die sich unseres Lebens bemächtigt hat.

Wirkliche Freiheit hat nicht mit einem tollen Auto oder einem Urlaub in der Südsee zu tun.

Viele Menschen, die ihr Leben lang nach dieser vermeintlichen Freiheit gestrebt haben, haben später gemerkt, dass sich dadurch ihr Leben nicht verändert hat.

Freiheit hat etwas mit "befreit sein" zu tun, befreit von einer Last oder Schuld, befreit von der Perspektivlosigkeit meines endlichen Lebens.

Freiheit lässt mich die Dinge aus einer ganz neuen Perspektive betrachten und gibt mir eine neue Gelassenheit, Dinge in meinem Leben neu anzugehen.

Wir wissen, dass Jesus seinen Jüngern diese neue Zuversicht gegeben hat. Eine Zuversicht, die über diese Welt hinaus geht, eine Zuversicht, die die Jünger hinausgetrieben hat zu den Menschen hin, um ihnen diese neue Freiheit durch Jesus zu verkünden.

Eine Religion mit einem fernen Gott und einem toten Propheten kann nicht in meinen Alltag hineinwirken, kann mich nicht von meinen Ängsten und Sorgen befreien.

Aber ein Christentum mit einem liebenden Gott als Vater und einem Jesus, der mit mir persönlich eine Beziehung haben will, kann meine Welt verändern.

In diesem Sinne möchte ich allen Zuhören zurufen: "Lebe deine Freiheit!"

Jan Henning Mehlfeldt

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