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Bibelflash
Kana
gesendet am 09.01.2005 von Elsbeth Rosen
 

Mein Name ist Nathanael. Ich komme aus Kana, einem Dorf in der Nähe von Nazareth.
Aber ich wohne nicht mehr dort. Eigentlich wohne ich überall und nirgends. Ich habe mich nämlich Jesus angeschlossen, dem Rabbi aus Nazareth. Mit ihm und meinen elf Kameraden wandere ich durchs Land. Wo immer wir auch hin kommen, strömen die Leute zusammen um Jesus zuzuhören. Und sie bringen ihre Kranken, damit Jesus sie gesund macht. Jeden Tag erleben wir Wunder, sogar Tote hat er schon wieder lebendig gemacht. Trotzdem, an sein erstes Wunder erinnere ich mich noch, als wäre es gestern gewesen.

Wir alle waren in Kana zu einer Hochzeit eingeladen. So eine Hochzeit dauert bei uns eine ganze Woche und immer feiert das ganze Dorf mit. Da wird getanzt, gesungen und gelacht. Immer wieder werden neue Platten mit Speisen aufgetragen, immer wieder neue Krüge mit Wein angeschleppt. Genauso war das damals auch. Und mitten drin in dem Trubel saßen wir mit Jesus und feierten fröhlich mit. Er ist ganz anders als unsere frommen Gesetzeshüter. Sie nennen ihn einen Fresser und Weinsäufer, nur weil er gerne mit den Leuten feiert.

Diese Hochzeit damals hätte beinahe in einem Fiasko geendet, in einer Riesenblamage für den Bräutigam. Er hatte sich nämlich total verkalkuliert, was die Weinmenge betraf. Plötzlich waren alle Vorräte verbraucht! Kein Tropfen Wein mehr, und das mitten im Fest! Peinlich, peinlich! Er konnte doch seinen Gästen kein Wasser anbieten! Er wäre zum Gespött der ganzen Stadt geworden! Ja, wenn Jesus nicht gewesen wäre.

Keiner erwartete Hilfe von ihm, wir auch nicht Wir kannten ihn nur als Prediger. Durch Wunder hatte er sich bis dahin nicht hervorgetan. Nur seine Mutter Maria gab ihm einen diskreten Wink. Aber Jesus hatte die peinliche Situation schon längst erfasst. Er sah die sechs großen Krüge am Eingang stehen. Die ließ er von den Dienern mit Wasser füllen. Also doch
nur noch Wasser für die Hochzeitsgäste!

Wir hatten immer noch nichts verstanden. Denn als der Küchenchef das Brunnenwasser kostete, war es zu Wein geworden. 600 Liter Wein und zwar vom besten. Das Fest war gerettet.

Diese Begebenheit könnt ihr nachlesen im 2. Kapitel des Johannesevangeliums.

Elsbeth Rosen

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