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KW 12 / 2017

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EU-Flagge 

EWG - Europäische Werte-Gemeinschaft?

60 Jahre Römische Verträge

25.03.1957: Bundeskanzler Konrad Adenauer, sein Staatssekretär Walter Hallstein und der italienische Ministerpräsident Antonio Segni (von links) bei Unterzeichnung der Römischen Verträge
25.03.1957: Bundeskanzler Konrad Adenauer, sein Staatssekretär Walter Hallstein und der italienische Ministerpräsident Antonio Segni (von links) bei Unterzeichnung der Römischen Verträge, die am 1. Januar 1958 in Kraft traten Quelle: wikipedia.de / Bundesarchiv unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 GermanyBild 183-45653-0001 / CC-BY-SA 3.0

25.03.1957: In Rom unterzeichnen die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Italien, der Bundesrepublik Deutschland und den Benelux-Staaten (Belgien, Niederlande u. Luxemburg) die Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM). Ziele sind ein freier Markt, eine gemeinsame Wirtschafts- und Atompolitik und die politische Einheit Europas.

11 Jahre nach Unterzeichnung (01.07.1968) sind Importe und Exporte zwischen den EWG-Staaten zollfrei. Weitere 25 Jahre später (01.01.1993) wird die EWG zum Binnenmarkt mit freiem Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Kapital, und die Bürger können Wohnort, Arbeitsplatz und Ausbildung frei wählen.

Zum 01.01.2003, 46 Jahre nach Unterzeichnung der Römischen Verträge, wird der Euro in 12 EU-Ländern als gemeinsame Bargeld-Währung eingeführt.

* * *

EU-Flagge und Deutschlandflagge
Symbol der EWG werden die zwölf gelben Sterne auf blauem Grund Foto: Uwe Schütz in Coburg

Außer von Subventionen und Butterbergen hörte man jahrzehntelang wenig vom gemeinsamen Europa. Heute möchte man die EU, die als Wirtschaftsgemeinschaft gegründet wurde, auch als Wertegemeinschaft verstehen. Doch welche besonderen Werte (außerhalb der Schlagworte wie Menschenrechte, Demokratie, soziale Gerechtigkeit) könnten die EU zusammenhalten?

Die Präambel der 2005 auf Eis gelegten EU-Verfassung beginnt so: „Schöpfend aus dem kulturellen, religiösen und humanistischen Erbe Europas ...“. Ich fürchte, hinter dem wortgewaltigen Anfangssatz versteckt sich die Überzeugung, der Schöpfer habe seine Sache nicht gut gemacht oder existiere überhaupt nicht und man wolle deshalb die Zukunft selbst in die Hand nehmen und alles besser machen.

Und wohl auch deshalb steht die EU meines Erachtens nicht nur immer wieder hilflos vor zahlungsunfähigen EU-Staaten und vor Flüchtlingsströmen, sondern vor noch viel existenzielleren Fragen:

Wem muss man aus „humanitären Gründen“ den Ausstieg aus diesem für sich selbst und für den anderen nicht mehr erträglichen Leben ermöglichen?

Wer sollte aus „sozialen Gründen“ gar nicht erst geboren werden oder wäre durch seine Behinderung eine unerträgliche Last für unsere Sozialsysteme?

mehr bei uns über die "gottlose" EU-VerfassungEuropa stände es gut zu Gesicht, sich nicht auf Humanismus, sondern auf seine eigentlichen Wurzeln zu besinnen und sinngemäß zu unserem Grundgesetz in seine Verfassung zu schreiben: „In Verantwortung vor Gott“.

Uwe Schütz

mehr bei uns aus der Zeit: mehr bei uns über EU:  
1955 : Beginn des Busstreiks in Montgomery
1956 : Beginn der Bundeswehr
1956 : Verkehrssünderkartei in Flensburg
1957 :
Unterzeichnung der Römischen Verträge
1957 : US-Soldaten sichern Schulweg für farbige Kinder
1957 : Erster Satellit in Erdumlaufbahn
1959 : Gründung der Fatah als Guerilla-Organisation
1959 : Erste Folge von Asterix kommt auf den Markt
1957 : Unterzeichnung der Römischen Verträge
1991 : Verträge von Maastricht beschließen Wirtsschafts- und Währungsunion
2004 : Die "gottlose" EU-Verfassung
2003 : GALHA fordert, den Gottesbezug in der EU-Verfassung zu streichen
2004 : Türkischer Ministerpräsident : "Die EU ist kein Christen-Club"
2004 : Oberrabbiner Moishe Arye Friedman für Gottesbezug in EU-Verfassung
2006 : Europa kann sich nicht nur über wirtschaftliche Interessen definieren
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