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USA
1926: Polizisten heben unterirdische Brauerei aus
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16.01.1920: In den USA tritt ein absolutes Alkoholverbot in Kraft. Das Prohibitionsgesetz stellt Herstellung, Transport, Verkauf und Besitz aller berauschenden Getränke mit einem Alkoholgehalt ab 0,5% unter Strafe. Christliche Verbände, die eine treibende Kraft für das Gesetz sind, verkünden:
Die Herrschaft der Tränen ist vorbei. Bald werden die Elendsviertel der Vergangenheit angehören. Wir werden die leerstehenden Gefängnisse in Fabriken und Kornhallen verwandeln. Die Pforten der Hölle sind für immer geschlossen."
Die Zahl der alkoholbedingten Todesfälle sinkt in den 20er Jahren auf einen Tiefstand. Doch die Banden-Kriminalität steigt durch Schmuggel, illegale Herstellung und Verkauf von Alkohol dramatisch an. Angesichts blutiger Kämpfe um Marktanteile auf offener Straße wächst der Druck auf die Politik. Nach 13 Jahren (1933) wird das Prohibitionsgesetz wieder abgeschafft.
* * *
Bei uns sterben jährlich über 40.000 Menschen in Folge von Alkoholkonsum. Dabei werden die Trinker immer jünger und das Konsumverhalten immer extremer. Die Geschichte hat gezeigt, dass Verbote nicht die Lösung sind.
Mich macht es traurig, wenn Christen sich vor allem durch moralische Zeigefinger hervortun. Wo junge Menschen ihre Sinnfragen in Alkohol ertränken wollen, da sind wir mit kreativen Angeboten gefordert. Mancherorts geschieht das ja auch. Mit Moralpredigern hat Jesus sich seinerzeit schon sehr hart auseinandergesetzt. Wir müssen wohl noch genauer hinschauen, was der Auftrag Jesu an seine Leute wirklich ist. Sonst müssen wir uns von ihm den Satz gefallen lassen:
Was nennt ihr mich Herr, Herr,
und tut nicht, was ich euch sage?
Lukas 6, 46 der Bibel
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