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| Wittenberg, 15.12.1520: Martin Luther verbrennt die Bulle vom Papst |
Wittenberg, 10.12.1520: In aller Öffentlichkeit verbrennt Martin Luther die Urkunde, mit der ihn der Papst ultimativ aufgefordert hat, seine Lehren zu widerrufen.
Der Papst verbannt Luther daraufhin aus der Kirche und erklärt ihn zum Freiwild. Um sein Leben zu retten, lässt der Kürfürst von Sachsen Luther nach seinem denkwürdigen, aber erfolglosem Auftritt auf dem Reichstag zu Worms entführen (04.05.1521) und verstecken.
* * *
Luthers Schriften "von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche" und "Von der Freiheit eines Christenmenschen" waren für die etablierte Kirche nicht akzeptabel.
1520, also drei Jahre nach dem Veröffentlichung seiner 95 Thesen brach Luther endgültig mit der (katholischen) Kirche. Obwohl die Ereignisse unter der Überschrift "Reformation" (= Erneuerung der Kirche) in Geschichtsbücher eingingen, war es eine Kirchenspaltung, die 1555 mit dem "Augsburger Religionsfrieden" besiegelt wurde.
Schon ca. im Jahre 58 (n.Chr.), als nur 25 Jahre(!) nach der Himmelfahrt Jesu, ermahnt Paulus die noch junge Gemeinde in Rom:
Erneuerung muss bei jedem persönlich beginnen.
Uwe Schütz
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10.11.1483: Geburt von Martin Luther in Eisleben Vorgeschichte: 31.10.1517 - Luther verfasst 95 Thesen 1520 : Luther bricht mit der römischen Kirche 1555 : Augsburger Religionsfrieden - und doch kein Friede 1870 : 1. Vatikanischen Konsil beschließt Unfehlbarkeitslehre des Papstes |
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