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Das Kalenderblatt

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KW 40 / 2001

Eine Kalenderwoche weiter

 

Friedensstifter

Vor 20 Jahren: Ägyptischer Staatspräsident Sadat ermordet

Anwar Al-Sadat
Anwar as-Sadat in Camp David
* 25.12.1918 in Mit Abul-kum, † 6. Oktober 1981 in Kairo
Foto: wikipedia.de, public domain

Kairo, 06.10.1981: Bei einer Militärparade wird der ägyptische Präsident Anwar Al-Sadat von einem Soldaten seiner Arnee erschossen. Sein Motiv: Verrat der arabischen Interessen.

Als Nachfolger Nassers wurde Sadat 1970 Staatspräsident. Im Oktober 1974 führt er sein Land in den Krieg gegen Israel, dem Jom-Kippur-Krieg. 1977, vier Jahre später, reist Sadat nach Jerusalem, um mit Israel Frieden zu schließen. Sadats Rede am 20. November 1977 vor der Knesset, dem israelischen Parlament, geht um die Welt. Zum ersten Mal erkennt ein arabischer Staatschef das Lebensrecht von Israel an.

Nach schwierigen Verhandlungen schließen Israel und Ägypten am 26.03.1979 Frieden. Sadat und sein israelischer Amtskollege Begin erhalten dafür den Friedensnobelpreis.

Aber in der arabischen Welt betrachtet man ihn wegen seiner westlich orientierten Politik und wegen des Kompromisses mit Israel fortan als "Verräter". In Ägypten formiert sich Widerstand. Sadat versucht ihn auszuschalten. Im September 1981 lässt Sadat 1.600 national-religiöse Fundamentalisten verhaften.

Die Islamisten begründen die Ermordung Sadats damit, dass nach der Lehre Ibn Taimiyyas ein Herrscher, der andere Gesetze als die der Scharia zur Anwendung bringt, kein Muslim mehr ist und als Murtadd rechtmäßig getötet werden darf.

Die tiefe Kluft zwischen Sadat und seinem Land zeigt sich auf tragische Weise bei seinem Begräbnis: Sadat wird von vielen ausländischen Staatsmännern - darunter drei frühere amerikanische Präsidenten und Israels Premierminister - zu Grabe getragen, aber kein einziger arabischer Staatschef ist dabei, sondern nur eine Handvoll seiner Landsleute.

1995 trifft Sadats israelischen Kollegen Itzak Rabin das gleiche Schicksal.

* * *

Ende der 70er Jahre, 30 Jahre nach der Gründung des Staates Israel, wuchs im Nahen Osten die Hoffnung auf Frieden. Doch die Versöhnung blieb Stückwerk. Seit Sadats Tod ist kein ägyptischer Präsident mehr in Israel gewesen.

Als Jesus, der Nazarener, kurz vor seinem irdischen Tod nach Jerusalem kommt, weint er über die Stadt und sagt dann:

"In dieser Zeit hättest du erkennen können, was zum Frieden dient !
Aber nun ist es vor deinen Augen verborgen."
Lukas 19,42

Und Jesus kündigt die Zerstörung von Jerusalem an:

"Kein Stein wird auf dem anderen bleiben,
weil du die Chance nicht erkannt hast,
in der du heimgesucht worden bist."
Lukas 19,44

Das Volk Israels erkannte Jesus nicht als den von Gott gesandten Retter. Der Preis dafür war hoch. Sie wurden bis an die Enden der Erde zerstreut. Bis heute scheinen die Probleme, die durch die Staatsgründung Israels entstanden sind, menschlich gesehen unlösbar.

Nutzen wir die Gelegenheit, Frieden mit Gott zu machen, wenn Jesus sich in unserem Leben zeigt !

Uwe Schütz

mehr bei uns:
1995 : Das gleiche Schicksal für Israels Ministerrpäsidenten Itzak Rabin
Entwicklung des Nahostkonflikts
Jom-Kippur-Krieg - Der Krieg ohne Sieger

mehr bei uns über Ägypten :
Suez-Kanal
Assuan-Staudamm

mehr bei uns über Israel :
Staatsgründung