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Das Kalenderblatt

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KW 06 / 2010

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Gegen Hass und geistige Brandstifter

Vor 65 Jahren: Bombenangriffe auf Dresden

Dresden nach dem Bombenangriff, Bergung von Leichen
Dresden nach dem Bombenangriff, Bergung der Toten
Foto: © Deutsches Historisches Museum Berlin 1989/2337.1

13.02.1945: Die rund 600.000 Einwohner zählende Kulturstadt Dresden ist mit mehreren 100.000 Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten überfüllt.

Kurz nach 22 Uhr fliegen 773 britische Bomber in zwei Wellen Bombenangriffe auf die militärisch unbedeutende und deshalb ungeschützte Stadt. Mit der ersten Angriffswelle zerstören sie mit Sprengbomben Dächer und Fenster, mit der zweiten werfen sie gewaltige Mengen an Brandbomben auf die Häuser ab. Sie entfachen einen Feuersturm, selbst Asphalt und Elbe brennen. Menschen, die nicht verbrennen, ersticken.

* * *

Die Zerstörung von Dresden im Februar 1945 wurde weltweit zum Symbol für die generalstabsmäßig geplante Vernichtung der Zivilbevölkerung durch Luftangriffe. Wie viele Menschen damals starben, ist bis heute umstritten. Die offizielle Zahl der Toten wurde im Jahr 2008 von 35.000 nach unten korrigiert auf maximal 25.000. 1)

Aber an das Wunder, dass über 95% der Menschen dieses Flammeninferno überlebt haben sollen, wollen viele nicht glauben. Es ist ein Tabu-Thema. Und wenn dann deutsche Medien nicht müde werden darzustellen, die Deutschen seien an der Vernichtung ihrer Städte und ihrer Menschen selber schuld, werden sie weiterhin gerade junge Leute in die Hände von Extremisten treiben.

Mut macht, dass Dresden die britische Stadt Coventry, die von der deutschen Luftwaffe stark bombadiert wurde, als Partnerstadt hat. Die ersten Kontakte kamen Mitte der 50er Jahre auf kirchlicher Ebene zustande. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind bis heute Schüleraustausch und gemeinsame Versöhnungs- und Friedensarbeit.

Uwe Schütz

1) Quelle: Sven Felix Kellerhoff am 01.10.2008 in www.welt.de (Stand: 01.02.2010)
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30.04.1945: Hitler nimmt sich das Leben
05.06.1945: Siegermächte teilen Deutschland unter sich auf
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10 Millionen Flüchtlinge in der jungen Bundesrepublik

 

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